07.12.2006 21:04 |

Gefängnisausbruch

Mit Leintüchern aus Gefängis abgeseilt

Spektakulärer Ausbruch aus der Justizanstalt St. Pölten: Zwei Untersuchungshäftlinge haben sich Donnerstag früh mit zusammengeknüpften Leintüchern abgeseilt. Bei den Flüchtigen handelt es sich um Serben, 28 und 22 Jahre alt. Das berichtete der Leiter der Justizanstalt St. Pölten, Oberstleutnant Günther Mörwald.

Das Duo, wegen Eigentumsdelikten in Untersuchungshaft, war über einen Lüftungsschacht von der Toilette auf den Dachboden gelangt. Dort stießen sie ein Fenster auf, kamen so aufs Dach und seilten sich auf einen versetzten Wachturm ab. Von diesem gelangten die Männer auf die Außenmauer, von der sie vermutlich in die Freiheit sprangen.

Leichter hatten es die Ausbrecher bei ihrer Flucht durch ihr vergleichsweise geringes Körpergewicht. Die Männer wiegen 63 und 70 Kilogramm. Weil sie sehr schlank sind, haben sie durch den Lüftungsschacht gepasst, dessen Zugang mit Ziegeln gesichert war. Diese wurden von den beiden entfernt. "Sie haben es wohl einfach versucht", berichtete der stellvertretender Leiter der Justizanstalt St. Pölten, Oberstleutnant Erich Huber-Günsthofer.

Huber-Günsthofer sprach von einem baulichen Mangel innerhalb der Justizanstalt. Die Lüftungsschächte bestehen dort seit etwa 100 Jahren und waren zugemauert, wie auch jener im zweiten Stock, wo die Flucht ihren Ursprung nahm.

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