Sa, 18. August 2018

Strahlenmessungen

25.08.2017 07:13

Abriss der "Alten Chemie" ist eine heikle Mission

Schweres Gerät ist bei der "Alten Chemie" am Innsbrucker Innrain aufgefahren. Das Universitätsgebäude wird bis Jahresende abgerissen, ab 2020 wird ein Neubau entstehen. Alte Geschichte und Literatur sollen dann dort einziehen. Durch den radioaktiven Zwischenfall vor vier Jahren sind die Abbrucharbeiten heikel.

Beim Entsorgen von radioaktivem Müll passierte 2013 eine gefährliche Panne, bei der zwei Mitarbeiter verstrahlt wurden. Der Prozess über mögliche Fehler steht aber immer noch aus. Fest steht, dass der Chemieunfall den Abriss des Gebäudes über Jahre verzögerte und Auswirkungen auf die Arbeiten der kommenden Monate haben wird. Es müssen laufend Strahlenmessungen durchgeführt werden. "Eine Auflage der Behörden. Erhöhte Strahlenwerte sind aber nicht zu erwarten", beteuert Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (Eigentümerin der Liegenschaft). Insgesamt müssen 120 Tonnen Stahl und 30.000 Tonnen Beton und Ziegel entsorgt werden.

90 Millionen € investiert der Bund in einen Neubau. Ein Hörsaal für 800 Personen, Büros, Seminarräume, Mensa, Bibliothek - das sind einige Eckdaten. "Im Sommer 2018 möchten wir mit der Planung beginnen, 2020 mit dem Bau", umreißt Weiss den Zeitplan.

Mehr Platz für die Geisteswissenschaften

Auf dem Areal sollen mehrere bisher ausgelagerte Institute Platz finden. Gedacht wird an das Institut für Archäologien, jenes für Alte Geschichte und Altorientalistik und das Institut für Sprachen und Literaturen. "Das neue Gebäude wird Raum für Einrichtungen bieten, die derzeit noch über die Stadt verteilt sind", ist Rektor Tilmann Märk froh.

Rektor und LH drängen auf "Haus der Physik"

Die Uni leidet unter chronischer Platznot. Märk und LH Günther Platter drängen auf den Bau des versprochenen "Hauses der Physik" bei der Technik. "Das Land hat bereits Planungsgeld reserviert," sagt Platter. Wissenschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP) glaubt an eine baldige Umsetzung.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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