So, 19. August 2018

3-D-Modelle erstellt

23.08.2017 10:56

Tirol wird mit Laserflügen neu vermessen

Hochwasser-Katastrophen, Murenabgänge und Felsstürze sowie notwendige Sicherungsmaßnahmen hinterlassen Spuren im Gelände. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat das Land nun damit begonnen, mit modernster Technik Teile Tirols aus der Luft neu zu vermessen. Ergebnis des Luftscans: hochpräzise 3-D-Modelle.

Ob für die Planung von Bauvorhaben, Lawinen- sowie Steinschlagsimulationen oder den Tiroler Solarkataster - ohne hochgenaue digitale Höhenmodelle des Geländes geht nichts. Bereits in der Jahren 2006 bis 2010 wurde eine flächendeckende Erstbefliegung Tirols mittels so genanntem Airborne Laserscanning durchgeführt. "Unser Land verändert sich - sowohl durch Bautätigkeit als auch durch Katastrophenereignisse", erläutert LHStv. Josef Geisler.

Blitzblauer Himmel bei Flügen ein Muss

Seit Juli kreisen daher wieder Hubschrauber mit dem hochmodernen Laserscanner über Teilen der Bezirke Landeck, Imst sowie Innsbruck-Land und sammeln bis November 2018 Daten einer Fläche von rund 4000 Quadratkilometern. "Aus diesen erstellen wir dreidimensionale Höhenmodelle. Das Geländemodell zeigt die ,nackten’ Geländeformen. Im Oberflächenmodell werden auch künstliche Objekte wie Gebäude, Brücken oder Leitungen sowie die Vegetation dargestellt", erklärt Roman Markowski, Chef der Imster Vermessungs-Firma AVT, die gemeinsam mit ihrem Partner Milan Geoservice die Messungen durchführt. Heuer werden insgesamt rund 225 Flugstunden und 12.890 Flugkilometer zurückgelegt. "Geflogen kann aber nur bei herrlichstem Wetter werden. Kleine Wolken im Gebirge können uns dabei bereits einen Strich durch die Rechnung machen", weiß Markowski.

Kosten von rund 3,5 Millionen Euro

In den nächsten fünf Jahren soll dann ganz Tirol von West nach Ost neu beflogen werden", erklärt Johannes Anegg, Leiter der Abteilung Geoinformation. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 3 bis 3,5 Millionen Euro.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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