Di, 21. August 2018

Überfall in Wien

23.08.2017 06:25

Rumäne als Sexverbrecher: 12 statt 9 Jahre Haft

Im Fall eines massiv vorbestraften Rumänen, der im vergangenen Herbst im Laaer Wald in Wien-Favoriten eine 39 Jahre alte Frau vergewaltigt hatte, hat das Wiener Oberlandesgericht am Dienstag die vom Erstgericht verhängte Strafe deutlich angehoben. Statt neun Jahre Haft wurde nun eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verhängt.

Der Mann war Mitte März vom Landesgericht für Strafsachen zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Er war Ende September 2016 der 39-jährigen Frau gefolgt, die mit ihrem Hund spazieren war, als sie plötzlich hinter sich Schritte wahrnahm. Ehe sie sich umdrehen konnte, packte er sie, drückte ihr einen metallenen Gegenstand gegen den Hals und herrschte sie in gebrochenem Englisch an: "Sex or dead!" Dann zerrte der Täter sein Opfer ins Dickicht.

DNA-Spuren sichergestellt
Weil er am Körper der Frau und auf ihrem Mobiltelefon seine DNA-Spuren hinterließ, konnte der 36 Jahre alte Rumäne ausgeforscht und festgenommen werden. Der Mann war keine zwei Wochen vor dem gegenständlichen Sexualverbrechen nach mehrjähriger Haft aus einem deutschen Gefängnis entlassen worden. Er hat insgesamt acht Vorstrafen, davon drei einschlägige. 2004 wurde er erstmals wegen Vergewaltigung verurteilt, nachdem er eine 16-Jährige in einen Fluss gezerrt und sich an dem Mädchen vergangen hatte. 2011 missbrauchte und beraubte er eine 19-Jährige.

Opfer fast erwürgt
Im Hinblick auf diese Umstände hielt das Oberlandesgericht eine Korrektur des Strafausmaßes für erforderlich. "Solche Leute muss man lange wegsperren, um die Bevölkerung zu schützen. Prinzipiell ist zu sagen, es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Strafgerichte bei Sexualdelikten zu milde urteilen würden", stellte Christian Dostal, der Vorsitzende des Drei-Richter-Senats, fest. Der Angeklagte sei "ein Triebverbrecher, der durch die bisherigen Strafen nicht in seinem Sexualverhalten gezügelt werden konnte". Der Mann habe schon in Rumänien, in Deutschland und Italien delinquiert. "Sein letztes Opfer in Wien hätte er fast mit einem Poncho erwürgt. Die Frau ist für ihr Leben traumatisiert," gab Dostal zu bedenken.

 krone.at
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