06.12.2006 14:35 |

Handy-Boom

Österreicher telefonieren acht Stunden im Monat

Die Österreicher hängen im Durchschnitt knapp acht Stunden im Monat am Telefon oder am Handy, 5 Prozent länger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das geht aus einem neuen Telekom-Monitor hervor, den die Telekom-Regulierungsbehörde RTR in Zukunft vierteljährlich erheben wird. Die Preise für Telefonieren werden noch weiter sinken.

Die Österreicher haben demnach im ersten Halbjahr durchschnittlich 1.400 Minuten oder fast 24 Stunden aktiv telefoniert. Das Handy löst dabei im privaten Gebrauch immer mehr das Festnetz ab. Die Zahl der privaten Festnetz-Anschlüsse ist in den vergangenen zwei Jahren um 7,5 Prozent zurückgegangen.

Die Gesprächsminuten am Handy sind in den vergangenen zwei Jahren um 31 Prozent gestiegen, jene im Festnetz dagegen um 12 Prozent gesunken. Billiger werden sowohl Handy als auch Festnetz. Die Umsätze im Mobilfunk sind nämlich nur um 8 Prozent gestiegen, die Festnetz- Erlöse dagegen um 16 Prozent gesunken. Der Umsatzanteil des Festnetz an den Gesamteinnahmen der Telekom-Anbieter liegt mittlerweile bei unter 40 Prozent. Gänzlich Geschichte ist das Festnetz aber noch nicht, da "Geschäftskunden immer noch Wert darauf legen", sagte RTR- Geschäftsführer Serentschy.

Zehn Prozent mehr Handys als Österreicher
Ende Juni gab es bereits zehn Prozent mehr aktive Handys im Umlauf als Österreicher im Land. Binnen eines Jahres ist die so genannte SIM -Karten-Penetration von 100 auf 110 Prozent gestiegen. Ziehe man davon noch Greise und Säuglinge ab, ergebe sich daraus, dass bereits eine erhebliche Zahl von Österreichern zwei SIM-Karten besitze, sagte Serentschy.

Auch die SMS-Flut, die 2004 schon stagniert hat, steigt mittlerweile wieder - von Mitte 2005 bis Mitte 2006 gleich um ein Viertel. Im ersten Halbjahr haben die Österreicher schon fast eine Million SMS-Kurzmitteilungen verschickt.

Dienstag, 15. Juni 2021
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