Mi, 19. September 2018

Gegen "Armutsreisen"

20.08.2017 17:50

Bettel-Mission der Linzer FPÖ in Rumänien

Immer wieder werden in Linz Bettlerlager geräumt, um später anderswo wiederzukehren. FPÖ-Stadtvize Detlef Wimmer will das Dauerproblem nun an der Wurzel angehen. Er reist dazu in die Linzer Partnerstadt Brasov in Rumänien, dem Land, wo die meisten Bettler her sind.

Die Reise in die Partnerstadt soll "die Armutswanderung nach Linz" eindämmen. Denn der Großteil der bei uns aufgegriffenen Bettler komme aus Rumänien, wie Wimmer weiß: "Wir werden in Brasov ein gemeinsames Projekt initiieren, um den Missbrauch von Menschen (zum illegalen Betteln) und aussichtslose Armutsreisen nach Linz durch mehr Information und bessere Chancen vor Ort zu verhindern", kündigt der FPÖ-Politiker an. Wimmer wird mit einem Mitarbeiter von 10. bis 13. September in Brasov sein.

Geschäfte mit unserer Großzügigkeit

Er sieht das Bettel-Problem durchaus differenziert: "Niemand bestreitet, dass die Einzelschicksale dieser Menschen oftmals schrecklich sind. Es ist aber nicht in unserem Sinne, wenn Menschen - freiwillig oder auch unter Zwang - zu uns kommen, um ihren Hintermännern ein Geschäft mit unserer Großzügigkeit zu ermöglichen. Illegale und organisierte Bettelei hat in Linz nichts verloren", unterstreicht Wimmer und verweist auf das sektorale Bettelverbot in der Linzer Innenstadt, das die Lage bereits verbessert habe.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.