14.08.2017 07:09 |

Acht-Stunden-Bergung

Verletzter Alpinist zu Fuß bis ins Tal getragen

Bei Traumwetter wäre der Einsatz per Hubschrauber wohl in einer Stunde erledigt gewesen. Aber ein Flug war unmöglich - und so mussten die Bergretter ausrücken. In einer enorm aufwendigen Aktion wurde ein verletzter Deutscher (65) am Samstag im hinteren Zillertal in Tirol geborgen. Bei Temperaturen fast am Gefrierpunkt wurde der Alpinist den nahezu kompletten Weg ins Tal getragen. Rund acht Stunden dauerte der Einsatz.

Unterhalb des Heiliggeistjöchls im hinteren Zillertal - auf fast 2500 Metern Seehöhe - war der Deutsche gestürzt und hatte sich an Kopf und Bein verletzt. Ein Abstieg war unmöglich und so wurden am Samstag gegen 15 Uhr die Einsatzkräfte alarmiert.

16 Mann der Bergrettung Mayrhofen machten sich auf den Weg und holten den 65-Jährigen in einer aufwendigen Aktion - bei Schneetreiben und knapp über null Grad - vom Berg. Der Verletzte musste fast den ganzen Weg bis zur Staumauer Zillergründl getragen werden. Dort wurde er kurz vor Mitternacht dem Rettungsdienst übergeben.

Kronen Zeitung

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