Tierliebes "Opfer"

Biber bedient sich an Feldern eines Landwirtes

Ein dreister Biber bedient sich seit zwei Jahren am Feld eines Landwirtes bei Tainach. War es im Vorjahr der Mais, so labt sich das Tier heuer am Sojafeld. "Opfer" Valentin Filler nimmt’s sportlich: Er will für seine Frühstückspension nun Biber-Naturbeobachtungen anbieten; das könnte den Ausfall wieder wett machen.

"Seit 40 Jahren betreibe ich meine Frühstückspension für die Fischer. Ich habe ein Paradies geschaffen und jetzt ist seit einem Jahr bei Drauhofen am Völkermarkter Stausee aufgrund des Naturschutzgebietes das Fischen verboten", klagt Valentin Filler. Immer wurde in dem Bereich gefischt; die Fischer waren jahrzehntelang seine Stammgäste.

"Er dürfte ein Feinschmecker sein"
Noch dazu bedient sich ein dreister Biber seit zwei Jahren an seinen Feldern. "Voriges Jahr hat er mir den Mais gestohlen, der dann in der Drau herumgeschwommen ist, heuer holt er sich Soja. Er dürfte ein Feinschmecker sein", erzählt Filler mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Werbung mit Biber-Naturbeobachtung
"Noch dazu verstopft er den Entwässerungskanal, der unter den Äckern durchführt. Für die Ortschaft Rakollach kann das zum Problem werden", so der Landwirt. Er hofft nun auf Ersatz für sein Futter vom Naturschutzbund und will auf Naturerlebnisse umsatteln, damit seine Frühstückspension wieder ausgelastet ist. "Ich werde einfach mit Biber-Naturbeobachtung werben." Das könnte neue Gäste anlocken.

Claudia Fischer, Kronen Zeitung

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