09.08.2017 14:14 |

Langzeitortung

Blitzschläge: Die meisten treffen die Steiermark

Die meisten Blitze sind in den vergangenen Jahren in der Steiermark eingeschlagen, die wenigsten in Vorarlberg und Tirol. Ausgewertet wurden die Einschläge, die das österreichische Blitzortungssystem von 2010 bis 2016 in 2100 österreichischen Gemeinden erfasst hat.

Die drei blitzreichsten Gemeinden Österreichs befinden sich demnach im steirischen Bezirk Weiz. Während in Miesenbach bei Birkfeld pro Jahr durchschnittlich 4,1 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer verzeichnet werden, zählt die Stadt Weiz 4,03. In der Gemeinde Naas schlägt der Blitz durchschnittlich 3,99-mal pro Jahr ein.

Schlusslicht der Blitzstatistik sind St. Anton im Montafon in Vorarlberg und Zell am Ziller in Tirol. In den beiden Gemeinden gab es mit 0,3 pro Jahr weniger als einen Blitzeinschlag pro Quadratkilometer. Ein Drittel häufiger (0,4), aber noch immer selten, schlug der Blitz in Matrei am Brenner ein.

Bedingungen für Gewitter im Süden günstig
Generell zählt Österreich europaweit zu den gewitterreichsten Nationen. Im Westen sind Gewitter eher selten, in der Steiermark recht häufig. Das liegt in der Steiermark an der Berg-Nähe sowie dem Übergang vom Flachland zu den Alpen, in dem eine sogenannte Konvergenz, also ein Zusammenströmen des Windes, stattfindet. In Kombination mit den vergleichsweise kurzen Wintern und der damit einhergehenden Erwärmung der Luft, die aufsteigt, ist die Situation für Gewitter dort günstig.

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