Sa, 22. September 2018

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08.08.2017 09:46

Fipronil-Skandal: Österreichs Eier sind in Ordnung

In den Niederlanden und Deutschland sind Millionen Eier mit dem Insektizid Fipronil verseucht. In ganz Österreich gibt es bis dato keinen nachgewiesenen Fall von verseuchten Eiern. Dennoch haben viele heimische Konsumenten Angst.

Die AMA hat vergangene Woche 30 Marktproben österreichischer Frischeier im heimischen Lebensmittelhandel gezogen und untersuchen lassen. In keiner einzigen wurde Fipronil nachgewiesen. "Im heimischen Lebensmittelhandel sind fast ausschließlich österreichische Frischeier erhältlich. Diese sind mit dem Länderkürzel 'AT' auf der Stempelung am Ei beziehungsweise am rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel klar erkennbar", sagte Genia Hauer, Qualitätsmanagerin der AMA Marketing.

Petrovic: "Heimische Eier sind in Ordnung"
Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins und ehrenamtliche Geschäftsführerin der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung (KaN), beruhigt und rät zur Besonnenheit: "Heimische Schaleneier sind absolut in Ordnung und pestizidfrei und mit ihrem Kauf unterstützen die Konsumenten zudem österreichische Arbeitsplätze". Vorsicht sei, wenn überhaupt, ausschließlich bei Fertigprodukten (Convenience Food) angesagt, die auch ausländische Eier unbekannter Herkunft in Pulver- oder Flüssigform enthalten können.

"Eierdatenbank bietet Sicherheit"
Einmal mehr sei daher die lückenlose Angabe der Herkunft tierischer Lebensmittel gefordert: "Durch die österreichische Eierdatenbank besteht die Sicherheit, dass die Konsumenten wahrheitsgemäße Angaben bekommen, woher ihr Frühstücksei oder Spiegelei stammt", so die WTV-Präsidentin. Tierschutzbewegungen haben gemeinsam mit der österreichischen Landwirtschaft in der Eierproduktion schon viel erreicht: Das Niveau in Sachen Legehennenhaltung ist höher als in den meisten Ländern der EU und die Eierdatenbank garantiert wahrheitsgemäße Angabe der Herkunft und der Haltungsart.

Kooperation bei allen tierischen Produkten gefordert
Die Kooperation Landwirtschaft-Tierschutz-Handel müsse aber dringend auf andere tierische Produkte ausgeweitet werden, insbesondere auf Fleischwaren und Milchprodukte: "Das nützt den Tieren, der österreichischen Wirtschaft und der eigenen Gesundheit. In diesem Sinne: Bleiben Sie bei österreichischen Frischeiern", so Petrovic abschließend.

Fipronil: Ungeziefermittel für Privatgebrauch
Der Wirkstoff Fipronil ist in Österreich in der Geflügelhaltung verboten. Als Mittel gegen Ameisen und Schaben für den privaten Hausgebrauch sowie als Arzneimittel gegen Ungeziefer bei Katzen und Hunden ist es jedoch erlaubt.

Wer die Herkunft der Eier genau überprüfen möchte, erhält unter www.eierdatenbank.at Auskunft über den Legehennenbetrieb und die Haltungsform.

 krone.at
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