Di, 14. August 2018

Wieder Evakuierungen

06.08.2017 12:51

Zweite Unwetternacht in der Steiermark

Die Aufräumarbeiten nach dem Unwetter in der Nacht auf Samstag waren noch in vollem Gange, als es in der Nacht auf Sonntag neuerlich zu schweren Unwettern in der Steiermark kam. Die Schäden fallen nach Angaben von Einsatzkräften dabei deutlich heftiger aus als in der Nacht zuvor - Häuser waren abgeschnitten und mussten evakuiert werden, Menschen wurden in ihren Autos von Wassermassen mitgesrissen, ein Wanderer wird vermisst. Ein Überblick über die am stärksten betroffenen Regionen:

  • Besonders schlimm hat es jene Orte erwischt, die schon in der Nacht auf Samstag stark betroffen waren und zu Krisengebieten ausgerufen worden waren: Über Oberwölz und Oberzeiring ging einmal mehr ein heftiges Gewitter nieder. Bäche traten über ihre Ufer, mehrere Häuser wurden überschwemmt, Menschen mussten evakuiert werden.
  • Ein Opfer der Wassermassen wurde auch die Sölkpass-Straße, die auf einer Strecke von knapp 100 Metern weggerissen wurde. Einige Autofahrer kamen weder vor noch zurück und mussten per Helikopter gerettet werden. Die STraße wird wohl über Monate gesprerrt bleiben müssen.
  • Zum Krisengebiet wurden die Gemeinden Öblarn, Sölk und Donnersbachwald erklärt, sie standen teilweise stundenlang unter Wasser. In Öblarn ist zudem auch das Bundesheer im Assistenzeinsatz.
  • Auch ein Wanderer wird aktuell im Söktal noch vermisst: Der Rest seiner Wandergruppe - nach ihnen wurde stundenlang gesucht - ist mittlerweile wieder aufgetaucht. Nach dem letzten vermissten Mann wird per Hubschrauber gesucht.
  • Auch im Murtal kam es heftig herunter: In Flatschach (Gemeinde Spielberg) trat der Bach über die Ufer - ein Auto samt Passagieren wurde von des Wassermassen mitgerissen. Sie blieben unverletzt und konnten gerettet werden. Auch in Kobenz wurden parkende Autos mitgeschwemmt und sogar einige kleine Brücken vielen den Wassermassen zum Opfer.
  • In Leoben schlug ein Blitz in die Kirche ein, die Flammen konnten aber rasch gelöscht werden. Auch zahlreiche Keller wurden in der Stadt überflutet.

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