05.08.2017 10:33 |

Nach Kitz-Halbfinale

Sebastian Ofner muss wieder auf kleinere Bühnen

Zum zweiten Mal nach seinem Sensations-Auftritt in Wimbledon hat Sebastian Ofner für Furore gesorgt. Nach dem Lauf aus der Qualifikation bis in die dritte Runde bei seinem ersten Major- und Rasen-Turnier überhaupt verlief auch die Premiere auf der ATP-Tour, noch dazu vor eigenem Publikum, großartig. Ofner klettert nach dem Kitzbühel-Halbfinale schon in die Top 130.

Der 21-jährige Steirer hat das Jahr als Nummer 288 der Welt begonnen und wird am Montag um Platz 127 aufscheinen. Auch aus internationaler Sicht ist der Youngster aus St. Marein im Mürztal ein echter Aufsteiger. Selbst die ATP bezeichnet Ofner mittlerweile als #NextGen-Contender und meint damit Anwärter auf das neue Nachwuchs-Saisonfinale der besten sieben bis zu 21-jährigen Spieler weltweit (plus ein Wildcard-Akteur) in Mailand im November. Dort liegt er nach dem Generali Open an 13. Stelle.

Ofner kehrt nun vorerst wieder auf kleinere Bühnen zurück. Schon am Mittwoch fliegt er zum ATP-Challenger nach Vancouver, danach möchte er sich nach Wimbledon auch bei den US Open für den Hauptbewerb qualifizieren. Er scheint für die großen Bühnen der Tennis-Welt geschaffen zu sein, je mehr Zuschauer, umso abgebrühter tritt er auf. "Natürlich werde ich es vermissen", gestand Ofner dazu befragt. "Aber die Challenger haben meistens auch einen guten Centre Court, natürlich mit weniger Leuten." Zudem sei etwa Vancouver sehr stark und mit etlichen Top-100-Spielern besetzt.

"Mal schauen, wie ich in die Hartplatz-Saison starte." Ofner nimmt viele positive Eindrücke für die Zukunft mit, versicherte er. Und er weiß nun auch genauer, woran er arbeiten muss: "Definitiv am Defensivspiel. Es ist nicht schlecht, aber da habe ich noch sehr viel Potenzial. Es ist das Ziel, das in den nächsten Monaten zu verbessern."

Auch wenn er noch kein Top-100-Spieler auf dem Papier ist (mit einem Turniersieg in Kitz wäre er es schon gewesen), vom eigenen Gefühl her ist er nach den Erfolgen in Wimbledon und Kitzbühel und Siegen u.a. sogar über Top-20-Spieler Jack Sock (in London) schon so weit. Trotzdem will sich Ofner mit neuen Zielsetzungen nicht belasten. "Ich nehme es jetzt von Turnier zu Turnier. Und dann schauen wir, wie weit es bis Ende des Jahres geht." Eine Utopie ist es freilich nicht, ein Top-100-Mann Ofner. "Nein, es ist nicht unrealistisch, aber doch noch ein weiter Weg."

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