03.12.2006 20:04 |

Zankapfel Temelin

Grenzblockaden wegen AKW Temelin

Aus Protest gegen die Betriebsgenehmigung für das tschechische Atomkraftwerk Temelin fanden am Sonntag in Ober- und Niederösterreich Grenzblockaden der AKW-Gegner statt. Der Grenzübergang Gmünd (NÖ) wurde nach einer einstündigen Sperre um 15 Uhr wieder geöffnet. Es gab keine Zwischenfälle. Bei Wullowitz (OÖ) dauerte die Blockade bis 20 Uhr an.

An der Demonstration in Gmünd nahmen laut Gottfried Brandner von der "NÖ überparteilichen Plattform gegen Atomgefahr" rund 30 Personen teil. Der Grenzübergang war auf tschechischer Seite geöffnet, auf heimischer Seite hätten 40 bis 50 Autos umkehren müssen, berichtete Brandner.

Die Abnahme des Kraftwerks durch die tschechischen Behörden war bereits Anfang November erfolgt. Dieser einseitige Bruch des Melker Protokolls und die Weigerung von Bundeskanzler Schüssel, in Tschechien "Klartext" zu reden, sei der Grund für die Grenzblockade, hieß es seitens der Plattform "atomstopp_oberoesterreich". Es handle sich dabei um die längste Grenzblockade seit sechs Jahren.

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