hiMoment:

Wiener Start-up verhilft Usern mit App zum Glück

In den USA sind "psych tech" Startups schon längst bemüht, ihre User mit Technologie zu glücklicheren Menschen zu machen. Das Wiener Startup hiMoment hat nun eine App entwickelt, die mit digitalem Micro-Coaching die Anwendern auf ihrem Weg in ein glücklicheres Leben unterstützen soll.

Was im ersten Moment noch abstrakt klingt, ist in der Realität sehr einfach. Founder Christoph Schnedlitz erklärt das Problem mit dem Glück: "Unser Gehirn funktioniert wie Tetris: Die Fehler stapeln sich auf, die Erfolge verschwinden sofort wieder. Aber das Glück ist kein Zufall, sondern trainierbar wie ein Muskel." Und genau dieses Workout sollen Menschen mit der App hiMoment täglich machen und so glücklicher werden.

Seit Anfang April ist die Open Beta von hiMoment in den App Stores. Mit dem offiziellen Launch bietet sie noch mehr Features, besonders im Hinblick spannende UX Elemente, für die Co-Founder Jan Hrubý verantwortlich zeichnet.

Das Smartphone als "Glückstagebuch
HiMo, der Charakter, der die User als persönlicher "happiness guru" durch die App führt, fordert User täglich dazu auf, den besten Moment des Tages mit einem kurzen Posting, Text oder Foto, aufzuzeichnen. Anders als bei Facebook oder Instagram landen die Beiträge jedoch nicht automatisch auf der Startseite der Freunde, sondern wandern nur in die eigene Timeline. Mit einem neuen Feature ist es aber möglich, persönliche Collections, also Sammlungen von Posts zu einem bestimmten Thema, mit anderen zu teilen.

Entscheidungen machen glücklich
Die App, die derzeit in englischer Sprache auf dem Markt ist, kann aber noch mehr als Erinnerungen zu sammeln. HiMo fragt die User regelmäßig, welcher von den selbst aufgezeichneten Momenten sie glücklicher mache. "Der Entscheidungskonflikt aktiviert Zentren im Hirn, die mit dem Glückssystem eng verbunden sind”, so Schnedlitz. Die auf der wissenschaftlichen Glücksforschung beruhende App schärft den Fokus der User auf die positiven Erlebnisse in ihrem Leben und kann die Perspektive nachhaltig verändern.

Artificial Intelligence (AI): Die App lernt & hilft
Durch diese Entscheidungen lernt der als happiness guru präsentierte Algorithmus die User besser kennen und kann sie so gezielt unterstützen. Denn während viele AI-Tools im psychologischen Bereich ausschließlich auf die Analyse der Inhalte beschränkt sind, kann HiMo einen Schritt weitergehen und dem User auf Basis der Analyse helfen.

Wie soll das funktionieren? "Wenn wir verstehen, wie es dem User geht, können wir ihm zum richtigen Zeitpunkt genau jene Momente seines Lebens zeigen, die er jetzt gerade "braucht", d.h. Momente, die ihm helfen. So kann hiMoment jemanden aufmuntern, der einen schlechten Tag hat oder jemandem seine größten Erfolge zeigen, wenn er wieder Selbstvertrauen benötigt.", erklärt Schnedlitz. Um die Artificiall Intelligence in hiMoment zu implementieren, hat Schnedlitz einen AI-Experten als CTO an Bord geholt.

Persönliche Weiterentwicklung durch hiMoment
Neben "happiness" haben sich die Erfinder der App noch ein anderes Ziel gesetzt, das sie unter dem Stichwort "growth", also persönliche Weiterentwicklung, zusammenfassen. Individuelle Ziele können mit hiMoment leichter erreicht werden. Durch das Dokumentieren und Aufzeigen der vielen kleinen Zwischenerfolgen kann die Motivation länger gehalten und sogar gesteigert werden. Das gilt für berufliche oder private Ziele genauso wie für sportliche.


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Julia Ichner
Julia Ichner
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