Do, 19. Juli 2018

Von Weiz bis Leoben

29.07.2017 15:54

Alarm: Viel zu wenig Polizisten!

Erst kürzlich schlug Leobens Stadtchef Kurt Wallner Alarm: Polizei-Planstellen wurden gekürzt, zahlreiche verbliebene Planstellen wären teils unbesetzt. Auch Landesvize Michael Schickhofer meldet sich kräftig zu Wort, da steiermarkweit bis zu 350 Polizisten fehlen. Für Schickhofer absolut untragbare Zustände!

Genau 20 Planstellen wurden in den letzten Jahren in Leoben abgezogen, und nicht einmal die übrig gebliebenen 90 können voll besetzt werden; bei Bürgermeister Kurt Wallner schrillen die Alarmglocken, ein Termin beim Innenminister wird gefordert (siehe Bericht hier).

"Unhaltbare Zustände in der Steiermark"
Auch Landesvize Michael Schickhofer schießt sich ordentlich auf Innenminister Wolfgang Sobotka ein: So seien in der Steiermark derzeit 270 Polizeistellen unbesetzt, nach einer genaueren Berechnung fehlen gar 300 bis 350 Polizisten. Das will er sich nicht gefallen lassen: "Alleine in Kapfenberg fehlen 13 Polizisten. In Graz sind es sogar 50 bis 60. Das sind unhaltbare Zustände!"

Besonders prekär stellt sich die Personalsituation in Weiz, der Hauptstadt von Schickhofers Heimatbezirk, dar: Hier würden in der Nacht oftmals gar keine Streifen zur Verfügung stehen, im Einsatzfall müssen Streifen aus Anger oder St. Ruprecht/R. angefordert werden. Ab Oktober könnte die Situation eskalieren: Nach weiteren Zuteilungen kann es passieren, dass ein normaler Dienstplan nicht mehr erstellt werden kann.

Schickhofer ortet eine Benachteiligung der Steiermark, österreichweit würden bei uns am meisten Polizeibeamte fehlen. Aber auch im Bereich der Ausbildung bestehe Aufholbedarf, um den Personalstand auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Vom Minister erwarte er sich einen zeitnahen Handlungsplan.

Monika Krisper, Kronen Zeitung

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