City-Aufreger

Leopoldstadt: Kaffeehaus wirft Oma mit Kind hinaus

Das Wiener Café Magistrat ist in aller Munde. Vor allem via Social Media zieht das Posting einer Dame weite Kreise, die schockiert war, als sie mit ihrer Enkelin einkehren wollte und weggeschickt wurde. "Es wurde uns gesagt, dass wir mit Kind nicht erwünscht sind", zeigt sich Wienerin Christa K. empört. Grund dafür ist offenbar ein Spielautomat im Lokal. City4U berichtet:

# Wienerin Christa K. fassungslos

"Ich war mit meiner Enkelin, meinem Sohn, also dem Vater des Kindes, und seiner Freundin dort - und ja - genauso wie es bereits in der anderen Tageszeitung steht, hat man uns mit den Worten "Sie dürfen sich hier nicht hinsetzen - Sie müssen sofort wieder gehen" weggeschickt. Auf unsere Frage warum hieß es "Weil hier keine Kinder erwünscht sind und nicht rein dürfen" - Wir bekamen auch nach mehrmaligem Fragen nach dem Grund die Antwort der Kellnerin "das wisse sie selber nicht" - als wir nun den Geschäftsführer verlangten, sagte sie "Das bringt nichts, denn sie frage schon seit Jahren und habe bis heute keine Antwort bekommen". Dies alles in einem schon frechen Ton. Daraufhin haben wir das Foto gemacht und beschlossen, es auf Facebook zu stellen. Dass das jedoch solche Ausmaße annimmt, damit haben wir nicht gerechnet. Auch habe ich eine Beschwerde bei der Stadt Wien eingereicht. Diese hat jedoch nicht gefruchtet, denn mir wurde gesagt, dass dieser Herr gegenüber der Stadt Wien mit der Begründung - "Es seien in einem Hinterzimmer noch Spielautomaten" aufgewartet habe. Ich wurde jedoch sehr wohl auf die Gleichbehandlungsanwaltschaft aufmerksam gemacht und bekam auch gleich die Telefonnummern. Die Dame war sehr nett und ich merkte schon, dass ihr so ein Vorgehen auch nicht gefällt. Ich hoffe nur, dass nun viele Menschen so eine Erfahrung erspart bleibt. Ich habe auch mehrere Mails von anderen Betroffenen bekommen. Bei einer war es so, dass das Kind noch im Wagerl saß und dringend auf die Toilette gemusst hätte - dies wurde ihr auch mit der Begründung, dass hier keine Kinder geduldet würden, ebenso verwehrt. Es gibt aber noch viele mehr", erzählt Christa K. im City4U-Talk.

"Ach übrigens - wir wollten nicht hineingehen, sondern an einem freien Tisch am Gehsteig bei der Taborstraße sitzen und nur schnell was trinken, bevor wir weitergegangen wären. Es war heiß. Es war Sonntag und fast kein Lokal in der Taborstraße hatte offen. Wir sind dann weiter auf den Karmeliterplatz, wo ein sehr nettes Vegan-Lokal ist, dort wurden wir sehr freundlich und nett bedient!", ergänzt die Wienerin.

# Wettautomat als Begründung

"Früher war es mal ein Lokal mit lauter Spielautomaten. Da waren Kinder verboten", erinnert sich der langjährige Kunde Robert P. und ergänzt: "Heute haben sie noch immer einen Automaten drin stehen. Halt nur noch zum Wetten, aber es ist ein Automat. Vielleicht deswegen. Das Einzige, was wirklich nicht erwünscht ist, sind Hunde." Im Café Magistrat selbst hält man sich bedeckt. "Ich kann Ihnen keine Auskunft geben", ist das Einzige, das die Kellnerin der Redaktion am Telefon entgegnet. Dass der Hörer dort heute glüht, ist wohl kein Wunder.

Das Wiener Jugendschutzgesetz besagt, dass Personen unter 18 Jahren der Aufenthalt in Wettbüros, Spielhallen und Casinos untersagt ist. Inwieweit dies hier allerdings zutrifft, ist fraglich. Außerdem ist im Gesetz auch geregelt, dass Kinder unter 14 Jahren sich auch nicht in Gasthäusern aufhalten dürfen, in denen mehr als zwei Spielapparate (oder Wettautomaten) aufgestellt sind.

Was haltet ihr davon? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Vanessa Licht
Vanessa Licht
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