Zu hohe Steuern

UNIQA überlegt Verlagerung ins Ausland

Österreich
30.11.2006 22:19
Eine Verlagerung der Lebensversicherungsproduktion ins Ausland, möglicherweise ins benachbarte Bratislava, überlegt UNIQA-Chef Konstantin Klien, sollten Steuernachteile in Österreich nicht beseitigt werden. Ein "Assembling" von Produkten in verschiedenen europäischen Ländern so wie in der Autoindustrie sei auch bei Finanzdienstleistungsprodukten möglich.

Den Lebensversicherungs-Kunden in Österreich entgingen durch die heimischen Steuernachteile bei Langfristverträge bis zu einem Viertel -Prozentpunkt ihrer Rendite, so Klien. Konkret geht es um die Mindestbesteuerung in der Lebensversicherung.

Der Satz sei vor zehn Jahren in zwei Schritten auf nunmehr 20 Prozent angehoben worden, um zu Budgetkonsolidierung beizutragen. Der damalige Finanzminister Viktor Klima habe versprochen, den Satz nach erfolgter Budgetsanierung wieder zurückzunehmen. "Das Budget ist nun saniert", die Mindestbesteuerung müsse wieder zurückgenommen werden, fordert Klien das Versprechen des damaligen Finanzministers ein. Irgendwann gebe es die Ausrede nicht mehr, dass das Budget saniert werden müsse.

Ansonsten müsse man über eine Produktion der klassischen Lebensversicherung im Ausland nachdenken. Wenn nicht in Bratislava, dann gebe es auch noch andere Möglichkeiten in der EU. Irland beispielsweise sei derzeit gerade auf "Road Show" und werbe mit den günstigen Konditionen für die Produktion von Lebensversicherungen, sagte Klien am Donnerstag. Er wolle zwar nicht in diese Richtung gehen, aber für den Kunden seien die besten Konditionen wichtig.

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