Riskante Leitplanken

Millionen vergeudet & auf A 1 Todesfallen erzeugt

Oberösterreich
29.11.2006 20:32
Todesfallen durch Millionenvergeudung auf der Westautobahn im Land ob der Enns: Der Wildwuchs an Lärmschutzwänden, gefährlich montierte Leitschienen und planlose Pannenbuchten sorgen für Unfalldramen! Der Zivilschutzverband fordert einen Baustopp. Die „Krone“ machte einen Lokalaugenschein auf der A 1.

Im Mai wurden ein Tscheche (59) und seine Enkelin (10) auf der A 1 bei St. Georgen getötet: Der Pkw krachte gegen die Lärmschutzwand, wurde zerfetzt. „Man reitet auf die Leitschienen auf, wird in die Höhe katapultiert und in die Lärmschutzwände geschleudert“, so Chefinspektor Josef Krknjak von der Autobahnpolizei Seewalchen über die neuen Unfallgefahren: „Man glaubt gar nicht, wie oft so etwas vorkommt.“

Vorschlag der Polizei: Leitschienen bei Gefahrenstellen durchziehen, im flachen Winkel nach außen drehen. „So könnte der Katapulteffekt verhindert werden“, so Abt.-Insp. Günther Weißl. Zudem nahe Hindernisse wie Verkehrstafeln besser absichern. „Sonst werden Autos durch die massiven Traversen in der Mitte zerrissen“, so der Beamte. Weiters bedenklich: Hohe Leitschienen versperren Fluchtwege, bei Oberwang wurde gar vor der Aus- und Abfahrt eine Pannenbucht (!) errichtet.

 

 

Foto: Chris Koller

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