Fr, 20. Juli 2018

Bettenratgeber

21.07.2017 09:22

So schläft es sich modern und bequem

Rund ein Drittel der Lebenszeit verbringen die Österreicher im Bett. Und trotzdem sind viele der Meinung, dass das Bett gar nicht so wichtig ist, denn so viel vom Schlaf bekommen sie ja nicht mit. Doch nur weil der Schlaf eine mehr oder weniger passive Angelegenheit ist und unbewusst stattfindet, heißt das nicht, dass der Körper nicht trotzdem aktiv ist. Umso wichtiger ist es, dass ein gesundes Bett im Schlafzimmer steht. Und letztlich sollte auch das Design stimmen.

1. Futonbetten und Balkenbetten

Futonbetten kommen von Zeit zu Zeit immer wieder in Mode und sind momentan auch in Österreich wieder auf dem Vormarsch. Dabei sind sie absolut keine neue Erfindung: sie stammen aus dem alten Japan und beruhen auf der Idee der mehrfach zusammengefalteten Decke. Aus Platzmangel wurde diese damals auf dem Boden zum Schlafen ausgebreitet (Futon kommt daher auch vom Wort "Decke"). Ein unmittelbarer Bodenkontakt ist bei modernen Futonbetten dagegen kaum noch gegeben. Stattdessen befindet sich die Matratze der Futonbetten in einem meist recht niedrigen Bettgestell. Die Matratzen für Futonbetten gelten übrigens als besonders atmungsaktiv. Meist bestehen sie aus natürlichen Materialien, wie Schurwolle oder Rosshaar.

Balkenbetten sind zeitlos und dennoch modern. Sie bestechen in erster Linie durch ihre rustikal anmutende Optik und ihre natürliche Ausstrahlung. Viele Balkenbetten sind Futonbetten, das heißt, die breiten, massiven und kompletten Holzbalken stehen auf nicht besonders hohen Stelzen, sondern eher knapp über dem Boden. Alles andere würde dem Massiven und Schweren der Balken widersprechen. Im Unterschied zu Betten in Balkenoptik weisen die Bettkästen echter Balkenbetten keinen durchgehenden Rahmen, sondern eine L- oder U-förmige Konstruktion auf.

2. Metallbetten und Himmelbetten

Zwar schliefen bereits die alten Römer auf Betten aus Metallkonstruktionen, mitnichten aber waren die damaligen Betten so komfortabel und flexibel wie die heutigen Schmuckstücke. So bestanden sie damals aus schwerem Gußeisen, was sich nur mühevoll bewegen ließ, wohingegen sie heute meist aus Leichtmetallen wie Aluminium gefertigt sind. Eine noch drastischere Entwicklung hat das Design gemacht: Während im Barock reiche Verzierungen, überbordender Dekor zur Zeit des Art Déco und Formenpluralismus in der Neuzeit angesagt war, sind dem Design der Metallbetten heutzutage kaum Grenzen gesetzt. Farblich liegt man mit einfachem Schwarz oder Weiß immer richtig.

Himmelbetten gab es schon im alten Mittelalter. Damals waren sie der wohlhabenderen Gesellschaft vorbehalten, heute dagegen können sie sich nicht nur Stars und Celebrities ins Schlafzimmer stellen.

Optisch zeichnen sich alle Himmelbetten durch die Streben aus, die an den vier Ecken senkrecht nach oben ragen und die dort über waagrechte Balken miteinander verbunden sind. Erst der "Stoffhimmel", der rund um die Holz- oder meist Metallkonstruktion gespannt wird und dem Bett seinen Namen verleiht, macht das Himmelbett zu dem, was es ist. Der große Vorteil der Himmelbetten ist, dass sie, je nach Stoffwahl, einen leichten Sichtschutz gewähren und somit Geborgenheit und eventuell sogar Schutz vor lästigen Insekten gerade zur Sommerzeit gewähren.

3. Schlafsofas

Auch Schlafsofas fallen in die Kategorie "Betten", da sie sich inzwischen zu einer echten Alternative zu herkömmlichen, klassischen Betten entwickelt haben. Gerade in Single-Appartements, in denen vielleicht nicht allzu viel Platz ist, lässt sich so ein Schlafsofa prima integrieren. Praktischerweise sind viele moderne Schlafsofas sogar mit einem Bettkasten ausgestattet, in dem sich Decke, Kopfkissen und Sonstiges tagsüber wunderbar verstauen lassen und aus dem sie nachts zum Schlafen wieder hervorgeholt werden können. Übrigens sind Schlafsofas sowohl als Stoff-, als auch als Leder- und sogar Ecksofas erhältlich.

4. Rattanbetten

Wem das asiatische Flair der Futonbetten nicht genügt, der sollte zu einem Rattanbett greifen. Wie beispielsweise auch viele Terrassenmöbel, werden die Rattanbetten aus den Lianen der Rotangpalme hergestellt - also aus einem natürlichen Rohstoff. Die Flexibilität und Formbarkeit des Rattans unter Einfluss von heißem Dampf und feuchter Bearbeitung erlauben auch die Herstellung ungewöhnlicher Formen. Je nachdem, wie das Material behandelt und verarbeitet wird, ändert sich der Farbton des Rattans; anschließend kann das Bett auch noch lackiert werden. Weitere Vorteile der Rattanbetten sind enorme Strapazierfähigkeit und Belastbarkeit, sowie das geringe Gewicht. Meist mühelos lassen sich Rattanmöbel und eben auch die Betten im Zimmer herumtragen und bei Umzügen transportieren. Außerdem kommen sie extrem edel daher und strahlen eine ungewohnte Exotik aus. Einziger Nachteil der Betten: sie müssen gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, denn diese vertragen sie oftmals überhaupt nicht gut.

5. Kinder- und Seniorenbetten

Für die Jüngsten und die Ältesten unter uns Österreichern gibt es ganz besondere Betten. Vor allem die Kleinen sehnen sich nach einem Spezialbett - bestenfalls einem Hochbett. Dagegen ist gerade bei Geschwistern auch nichts auszusetzen. Im Gegenteil: ein Etagen- oder Hochbett ist platzsparend und garantiert, dass die Kinder im gleichen Raum schlafen können. Solange es einige Sicherheitsanforderungen erfüllt, ist es für Geschwister bestens geeignet.

Jüngere Kinder dagegen benötigen häufig noch Gitterbetten, um die Gefahr zu vermeiden, dass sie nachts aus dem Bett fallen. Sobald Kinder wachsen, sollten die Betten in Breite und Länge mitwachsen. Wichtig ist bei allen Kinderbetten die Stabilität. Kinder sind hin und wieder einfach nicht davon abzuhalten, auf dem Bett herumzutollen und im Bett zu spielen. Der Bettkasten sollte dementsprechend stabil sein. Bei der Matratze sollte noch viel mehr Wert auf gute Qualität gelegt werden, denn schließlich lässt sich mit ihr späteren Rückenbeschwerden vorbeugen.

Auch Senioren haben spezielle Bedürfnisse: deren Betten dürfen nicht zu niedrig sein, da das Ein- und Aussteigen ihnen oftmals schwerfällt. Außerdem sind ein aufstellbares und absenkbares Fuß- und Kopfteil zu empfehlen. Bei Pflegefällen sollte eine spezielle Matratze angeschafft werden, um ein eventuelles Wundliegen zu vermeiden. Da die meisten Österreicher in ihrem letzten Lebensabschnitt gerne zu Hause leben wollen, ist es wichtig, die richtigen Möbel und vor allem das geeignete Bett anzuschaffen.

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