Achtung, Abzocke!

Online-Liebesschwindel als große Geldfalle

Dating auf Online-Portalen boomt. Kennenlernen auf der Straße war gestern, heute dominieren Facebook, Lovoo, Tinder und Co. in Sachen Dating. Aufpassen sollte man im Internet allerdings besonders, denn es dient als die perfekte Plattform für Betrüger. Wochenlang schnulzt man im Chat herum, tauscht Bilder aus und telefoniert vielleicht sogar. Internet-Gigolos wissen genau, wie man das Gegenüber blendet. Erst einmal um den Finger gewickelt, ziehen sie einem das Geld aus der Tasche. City4U berichtet:

# Leichte Beute im Internet

Singlebörsen im Netz gehen vor Usern über. Den Richtigen zu finden, ist eben nicht so einfach. Viele Alleinstehende melden sich daher online bei verschiedensten Portalen an, um ihren Partner zu finden. Betrüger nutzen das schamlos aus und geben sich als sympathische Singles aus, die auch auf der Suche sind. Allerdings sind sie nicht auf der Suche nach Liebe, sondern nach leichtgläubigen Userin, denen sie ihr Geld aus der Tasche ziehen können. Nicht selten kommt es zu Verurteilungen von diesen sogenannten Internet-Gigolos.

# Die Tricks der Betrüger

Auf der Homepage watchlist-internet.at wird vor jeglichen Betrügereien im Internet gewarnt - so auch vor solchen Gigolos. "Sogenannte Love- bzw. Romance-Scammer tummeln sich überall dort im Internet, wo Kontaktaufnahmen sehr einfach sind. (..) ie erschleichen sich über einen längeren Zeitraum hinweg das Vertrauen ihrer Opfer, spielen ihnen die große Liebe vor und haben dabei nur eines im Sinn: Geld. (..) Unter einem Vorwand werden die Opfer nach einiger Zeit um Geldüberweisungen, die Unterzeichnung oder Kopie von Dokumenten, die Mithilfe bei Geldtransfers, der Weiterleitung von Paketsendungen usw. gedrängt - meist begleitet von emotionalen Geschichten (z.B. Todesfall in der Familie, eigene schwere Krankheit oder Unfall, plötzlicher Jobverlust, Probleme mit Behörden etc.). Viele Opfer tun, was von ihnen verlangt wird, weil sie längst emotional abhängig sind und die Realität verdrängen. Anfänglich kann es sogar vorkommen, dass geliehenes Geld zurückgezahlt wird, um Vertrauen aufzubauen - weitere Zahlungen werden aber dann definitiv nicht mehr rücküberwiesen", heißt es auf der Homepage. Sei es eine gemeinsame Reise, die angeblich angetreten werden soll oder die Hinreise zum Date aus einem anderen Land - die Betrüger haben die besten Maschen.

# Wie erkennt man einen Internet-Gigolo

Auch für die Entlarvung der Online-Betrüger gibt die Homepage einige Tipps. Männliche "Scammer" geben sich beispielsweise meistens als gebildete Personen wie Ärzte oder Ingenieure aus, die viel im Ausland sind. Liebevolle und sehr einfühlsame, gar schwülstige Nachrichten sind an der Tagesordnung. Vorsicht ist geboten, wenn der Chat-Partner bereits nach kurzer Zeit von Dingen wie der großen Liebe oder sogar einer Heirat spricht und dies noch dazu mit herzzerreißenden Geschichten kombinieren, die bei den Frauen Mitleid erregen. Brenzlig wird es, wenn von Geldnot gesprochen oder nach bestimmten Daten gefragt wird.

# Wie reagieren?

Auf keinen Fall sollte man jemandem aus dem Internet Geld überweisen. Trotz vieler Medienberichte und Warnungen in der Öffentlichkeit gibt es immer noch Leute, die in die Liebesfalle der Betrüger tappen. Beweissicherung ist sehr wichtig: Mails, Chatverläufe und Co. sollten gesichert werden, sobald man bemerkt, einem Betrüger auf den Laim gegangen zu sein. Wer schon Geld überwiesen hat, der muss sich nun an die Polizei wenden, weil nur so eine strafrechtliche Verfolgung möglich ist.

Auch die Wiener Polizei beobachtet Fälle von "Love Scam" und rät auf Nachfrage von City4U folgendes:

· Schützt im Netz eure eigene Identität. Sämtliche von euch bekannt gegebene persönliche Daten, erleichtern dem Täter sein Vorhaben.

· Vermeidet es unbedingt, persönliche Fotos oder Videoaufnahmen mit dem Täter auszutauschen. Dies erleichtert dem Täter die spätere Umsetzung der Tat, indem er euch möglicherweise mit der Veröffentlichung derartiger Bilder unter Druck setzt.

· Einem ersten persönlichen Treffen sollten immer Telefonate vorausgehen.

· Erste Treffen sollten immer an öffentlichen und/oder gut besuchten Orten stattfinden.

· Scheut euch nicht, eine Anzeige zu erstatten; wir alle wissen: "Liebe macht blind"! Das ist auch der Grund, warum Täter die Gefühlswelt des späteren Opfers ausnutzen umso an deren Geld zu gelangen.

TIPP: Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen euch kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059133 zur Verfügung!

Glaubt ihr an Liebe im Internet? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Vanessa Licht
Vanessa Licht

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