20.07.2017 07:12 |

Debatte in Kärnten

Politik winkt bei Hundeverbotszonen auf Almen ab

Nach den Angriffen von Kühen auf Hundebesitzer in den vergangenen Tagen ist auch in Kärnten eine Diskussion rund um mögliche Hundeverbotszonen auf Almen entstanden. In der Landesregierung winkt man aber vorerst ab, was Einschränkungen für Wanderer mit Hunden angeht.

"Was in den anderen Bundesländern funktioniert, sollte ohne entsprechend rigorose Gesetze und Strafmaßnahmen auch in Kärnten möglich sein", sagte ein Sprecher von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ). Vielmehr sollte überlegt werden, wie man Wanderer mit Hund besser über die Sicherheit auf der Alm informieren könnte.

Verstärkte Aufklärungsarbeit
"Es ist nicht alles durch Verbote und Vorschriften zu lösen, das wäre der falsche Ansatz", sagte auch der für Landwirtschaft und Tourismus zuständige Landesrat Christian Benger (ÖVP). Anstatt genereller Verbote und überbordender Vorschriften sollte man auf verstärkte Aufklärungsarbeit zur Sicherheit von Touristen, Almbewirtschafter und Tiere setzen.

Politik will Stellungnahme abwarten
An die Eigenverantwortung der Hundehalter appelliert auch der für Tierschutz zuständige Landesrat Gernot Darmann (FPÖ), sagte dessen Büroleiter Siegfried Jost. "Was diese Thematik angeht, fordern wir jetzt einmal eine fachliche Stellungnahme der Veterinärabteilung an. Dann wird man sehen, wie die Experten dort das Thema beurteilen." Daraus könne man allerdings nicht ableiten, dass Hundeverbotszonen schon jetzt ins Auge gefasst werden: "Erst wenn wir die Stellungnahme kennen, können wir sagen, ob so etwas überhaupt sinnvoll wäre oder nicht."

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