Do, 18. Oktober 2018

U-Haft aufgehoben

19.07.2017 06:30

Mordverdächtiger ist wieder frei!

Einen Paukenschlag hat das Oberlandesgericht Linz im Fall des sogenannten Stromattacken-Mordversuchs in Dietach gesetzt. Der verdächtige 74-Jährige, der laut Ermittlern seine Gattin mit einem Kabelstecker zu töten versucht haben soll, wurde nun auf freiem Fuß gesetzt.

"Der dringende Tatverdacht in Richtung versuchten Mordes ist laut OLG-Beschluss zwar bestätigt, der Beschuldigte aber gegen geringere Mittel enthaftet worden", wundert sich Andreas Pechatschek, Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr.
Wie berichtet, werfen Polizei und Justiz dem 74-jährigen Ex-Unternehmer aus Dietach vor, seine Gattin (64) bei zwei Angriffen am 26. Jänner und 2. Februar 2016 im gemeinsamen Haus mit einem unter Strom stehenden Kabel attackiert und zumindest in einem Fall auch verletzt zu haben. "Ein Unfall", wie der Mann bei den Einvernahmen stets einhellig erklärte. Schließlich habe er selbst auch einen Stromschlag abgekriegt.

Auflagen
Nach fast einem Jahr Ermittlungstätigkeit ist am 24. Februar 2017 über den 74-Jährigen die Untersuchungshaft verhängt worden. Oliver Plöckinger, Anwalt des Beschuldigten, beantragte die Enthaftung seines Mandanten. Das Oberlandesgericht Linz willigte nun ein - mit der Auflage, dass der Pensionist vorerst keinen Kontakt mehr zur 64-Jährigen aufnehmen darf und fix bei seiner Lebensgefährtin in Linz wohnen muss.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.