Fr, 20. Juli 2018

Nicht gezahlt

17.07.2017 16:48

Keine Gnade für säumigen Papa

Wer für sein Kind nichts zahlt, könnte im Gefängnis landen: Das lernte nun ein Bosnier (33). Der Vater ist am Landesgericht Salzburg zu acht Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Vier Mal ist er bereits von einem Richter wegen Verletzung der Unterhaltspflicht bestraft worden. Nun will er sich bessern.

"Es tut mir leid. Aber ich werde mich jetzt bemühen", richtete der Angeklagte Richter Philipp Grosser aus. Derzeit arbeite er geringfügig in einer Gärtnerei - ab Oktober dann Vollzeit. Zuvor war der schlanke Mann arbeitslos, hatte deshalb kein Geld für seinen 14-jährigen Sohn.

27.000 Euro an Unterhaltsleistungen schuldet er dem Buben - immerhin 2500 Euro zahlte er nach. Dabei müsste er nur 250 Euro monatlich zahlen. Anwalt Hermann Hinterberger: "Er hat jetzt ohnehin einen erheblichen Rucksack zu tragen." Die vier einschlägigen Vorstrafen wirkten sich nicht nur auf die Job-Suche aus: Sechs Monate unbedingte Haft plus zwei weitere wegen des Widerrufs einer bedingten Strafnachsicht, verlautbarte Grosser. "Weniger kann es nicht sein."

Eine Fußfessel stellte der Richter in Aussicht. Nicht rechtskräftig.

Antonio Lovric, Kronen Zeitung

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