Mi, 12. Dezember 2018

2000 Läufer dabei

16.07.2017 18:34

Skistars im Kampf gegen den Gatsch

Dreckig. Dreckiger. Fisherman’s Friend StrongmanRun. 2000 Teilnehmer warfen sich am Samstag in Flachau ins Geschehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Sauber oder gar trocken blieb niemand, auch nicht die Ski-Stars Manuel Feller und Romed Baumann. Das gefiel auch Snowboardweltmeisterin Claudia Riegler.

Normalerweise heißen in Flachau die "Hindernisse" Slalomstangen, wenn im Winter beim Alpinen Ski-Weltcup der Damen die "snow space princess" gekürt wird. Aber am Samstag trugen die Hürden klingende Namen wie "Krabbelstube" und "Canale Grande". 20 an der Zahl waren es, aufgeteilt auf 370 "wadelbeißende" Höhenmeter, die gerade mal 18 Grad machten es den 2000 Teilnehmern aus 21 Nationen nicht einfacher. "Ich habe Krämpfe, mir ist ein bisschen schlecht, aber es war das lässigste, was ich jemals gemacht habe", strahlte Petra aus Hallein - sofern man die Gesichtszüge hinter der Schlammmaske erkennen konnte.

Feller und Baumann im Sommer-Rennmodus

Und wenn von "lässig" die Rede ist, ist Manuel Feller nicht weit. Der Slalom-Vizeweltmeister ist schließlich neues Gesicht des "Home of lässig", also vom Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Feller scheint schon gut in Form zu sein, ließ mit seinem Dreier-Team jenes von Konkurrent Romed Baumann weit hinter sich. Der musste sich im Ziel dann folgende Frage des Skikollegen gefallen lassen: "Jo Romed, wo bleibst denn? Die Natur genießen?" Dabei wäre das eigentlich der Werbepart von Weltmeister Hannes Reichelt. Das Duell zwischen Baumann und Feller auf der Hermann Maier-Strecke kam jedenfalls bei den Zuschauern gut an, die beiden scherzten: "Im Winter gehört der Hang den Damen, müssen wir ihn eben im Sommer nutzen."

Football-Team als lebendes Hindernis

Dass der StrongmanRun kein Zuckerschlecken ist, das wissen nicht nur jene, die nach einem "Bad" in der eiskalten Wasserrinne die Hände nicht mehr spüren, dafür sprechen auch die harten Fakten: 1000 Autoreifen wurden "verbaut", 100 Strohballen und zehn Tonnen Schlamm verteilt. Als ob das nicht genug wäre, gab es heuer ein lebendes Hindernis. Die Footballmannschaft der "Pongau Ravens" stellte sich jedem in den Weg, der sich mehr oder weniger noch auf den Beinen halten konnte. Da ist dann auch der Slogan des Hauptsponsors nachvollziehbar: "Sind sie zu stark, bist du zu schwach."

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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