28.11.2006 15:50 |

Shopping-Studie

Weihnachtseinkauf macht nur den Frauen Spaß

Während die obligatorischen Weihnachtseinkäufe für die Frauen ein mehr oder weniger großes Vergnügen darstellen, fühlen sich Männer davon eher gestresst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS. Demnach hat jede zweite Frau, aber nicht einmal jeder dritte Mann Spaß an vorweihnachtlichen Shopping-Touren. Vor allem bei den jungen Leuten durchläuft das Fest einen Imagewandel vom religiösen Feiertag zum Brauchtum.

In der Gesamtbevölkerung ist das Verhältnis zwischen Einkaufsmuffeln und Shoppingtigern ausgewogen. 40 Prozent der Österreicher macht es Spaß, nach Überraschungen für den Gabentisch Ausschau zu halten, 39 Prozent empfinden es als Belastung. Die Lust am Schenken ist bei jungen Leuten höher als bei der älteren Generation, Akademiker spielen lieber Christkind als Personen mit einfacher Bildung.

Der Anteil derer, die gerne Weihnachteinkäufe machen, ist zwar in den vergangenen zehn Jahren gleich geblieben, 1974 war er mit 50 Prozent aber noch deutlich höher.

Der religiöse Charakter von Weihnachten verliert bei den Österreichern immer mehr an Stellenwert. Vor 20 Jahren stand er noch für die Hälfte der Bevölkerung im Vordergrund, heute nur mehr für 44 Prozent. Etwa gleich viele Befragte stufen das Fest eher als altes Brauchtum ein. In der Gruppe der unter 30-Jährigen hat der Glaubensaspekt nur mehr für ein knappes Drittel Bedeutung, bei den über 50-Jährigen hingegen noch für die Hälfte.

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