27.11.2006 18:58 |

Amoklauf-Folgen

Jugend-Verbot für "Killerspiele" in Wien

Nach dem Amoklauf an einer deutschen Schule fordert die Wiener ÖVP ein Verbot der "Killerspiele". Der Wiener Landtag stimmte am Montag einem Antrag der Volkspartei zu, künftig einen Index für Video- und Computerspiele einzurichten. Die Regelung, die in das Wiener Jugendschutzgesetz eingearbeitet werden soll, würde zunächst nur für Wien gelten, da Jugendschutz Ländersache ist.

Unter anderem sieht der Vorschlag die Einrichtung eines Expertengremiums vor, das einen verbindlichen Katalog für die Zulassung und das Verbot von Computerspielen aufstellen soll. Alle Computerspiele würden danach künftig hinsichtlich des Mindestalters und des Gewaltpotenzials gekennzeichnet. Jugendliche, die das Mindestalter nicht erreichen, dürfen das Spiel nicht kaufen.

Mehrere Experten bezweifelten allerdings, ob die zunächst geplante Einführung solcher Beschränkungen nur in Wien praktikabel und sinnvoll sind.

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