Mo, 15. Oktober 2018

Schock für Helfer

26.06.2017 09:57

27 teils kranke Hunde durch Europa geschleppt

Vergangene Woche wurden dem Tierschutzhof "Pfotenhilfe Lochen" im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Schärding neun Hunde aus Rumänien überbracht. Der Hintergrund: Ein Kleinbus aus Bukarest hatte einen Motorschaden, an Bord waren 27 Hunde auf dem Weg nach Essex, Großbritannien. Zwei Tage und Nächte hatten die Hunde also bereits auf engstem Raum ausharren müssen - bei extremer Hitze.

"Anscheinend reichen die geltenden Tiertransportregelungen nicht aus, denn anders kann ich mir nicht erklären, dass diese Hunde unter den Augen mehrerer Amtstierärzte zuerst aus dem kaputten Kleinbus entladen und auf drei Tierheime aufgeteilt wurden um zwei Tage später wieder in einen Ersatzbus gezwängt zu werden und nach Großbritannien weiterfahren durften", ist "Pfotenhilfe"-Geschäftsführerin Johanna Stadler immer noch entsetzt. "Die wollten sogar am Freitag gegen Mitternacht die Hunde abholen, und selbst da hätte sich ein Amtstierarzt Zeit genommen, bei der Verladung dabei zu sein."

Zwei Hunde krank und nicht transportfähig  
Zwei der neun Hunde wurden wegen Krankheiten - einer ist sogar Epileptiker - durch einen Tierarzt aus Salzburg für vorerst nicht transportfähig erklärt, weshalb sie mit dem Einverständnis des anwesenden Amtstierarztes nicht wieder verladen wurden. Dies habe den Fahrer laut "Pfotenhilfe" wütend gemacht. Erst nach längeren Diskussionen und einem Telefonat mit seinem Chef habe er sich wieder beruhigt.

"Es sei ein Tierschutzprojekt, dass die Hunde von Rumänien aus Tötungsstationen nach Großbritannien zu neuen Haltern gebracht werden, wollte mir der Fahrer weismachen. Dass diese entsetzlich lange Fahrt eine extreme Belastung für die armen Hunde ist, und dass sie in englischen Tierheimen ohne Vermittlungserfolg ebenfalls nach 14 Tagen getötet werden, interessierte ihn jedoch nicht", so Stadler.

"Das ist kein Tierschutz mehr!"
"Aus meiner Sicht ist das kein Tierschutz, sondern ein Riesengeschäft, denn erstens handelt es sich überwiegend um Rassehunde wie Golden Retriever und Deutsch-Drahthaar und Streunerhunde aus Tötungsstationen sind fast immer Mischlinge. Und zweitens fahren solche Transporte anscheinend mehrmals täglich von Rumänien nach Großbritannien, denn nur einen Tag davor wurden 23 Hunde aus einem auf der A4 liegengebliebenen Kleinbus ins Tierheim Bruck/Leitha gebracht. Und auch da war sogar innerhalb eines Tages ein nagelneuer Ersatzbus zur Stelle."

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
DFB-Trainer blockt ab
Rücktritt? Jogi Löw denkt „wirklich nicht“ daran
Fußball International
ManCity-Star freut‘s
Kompany-Papa - vom Flüchtling zum Bürgermeister!
Fußball International
Haft- und Geldstrafen
GAK-Rowdies nach Attacke auf Sturm-Fans verurteilt
Fußball National
Prügelei mit Popstar
Schuss in Spital! Türkei-Star drohen 12 Jahre Haft
Fußball International
Er bleibt cool
Gibt Ronaldo eine Million für Verteidigung aus?
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.