Dos and Don'ts

Look "ang'fressen": 10 Tipps für Wien-Touristen

Grundsätzlich haben wir Wiener ja nichts gegen Touristen. Außer, wenn sie kurz davor sind, uns mit ihrem Selfie-Stick das Auge auszustechen, während sie für das perfekte Urlaubsbild posieren, uns in der Kärtnerstraße beim Shoppen rempeln, weil sie mit dem Gesicht im Stadtplan kleben, oder ihre großen Reisekoffer viel zu viel Platz in der eh schon vollen U-Bahn verbrauchen. City4U hat sich daher an einer Art Knigge versucht: Hier die Dos and Don'ts die Wien-Touristen definitiv beachten sollten!

#1. Don't use your "Selfiestick" on a Fahrradweg!
Die wahrscheinlich wichtigste Regel überhaupt, denn ein Selfie-Stick in den Speichen tut garantiert keinem gut. Weder dem Rad, noch dem Wiener Radfahrer.

#2. Don't use a hip bag in the U-Bahn!
Schwarzkappler erkennt man am bösen Blick, dem Schirmkapperl und - an der Bauchtasche. Um die lokale Schwarzfahrerszene nicht zu verunsichern gilt daher: Solltet ihr unbedingt eine Bauchtasche tragen wollen, bitte in allen Öffis am besten hinsetzen. Oder, diese am besten - zusätzlich zur Bauchtasche - mit einer weißen Flagge wedelnd und laut "Keine Panik! Ich bin einer von euch!" rufend betreten.

#3. Do not photograph everything (and everyone)!
Zugegeben: Heute ist auch nicht immer erkennbar, ob es sich bei den Knipsern nur um Touris oder Selfie-Junkies handelt. Aber, jedes Eichhörnchen im Tiergarten oder jeder Taubenschiss auf dem Stephansplatz müssen anscheinend zwingend abgelichtet werden. Anstrengend für jeden Wiener der in Innenstadt-Nähe wohnt und damit ungewollt beinahe täglich zum Foto-Model wird.

#4. Don't get your ticketinformation at the Ticketautomat!
Es gibt für Wiener kaum etwas Mühsameres als sich zu der Hauptverkehrszeit eine gefühlte halbe Stunde am Ticketautomaten bei der U-Bahn anstellen zu müssen, weil der oder die vor einem sich nicht für einen bestimmten Fahrschein entscheiden kann. Daher: Bitte die Infos aus dem Internet holen und dann erst am Automaten den gewünschten Fahrschein wählen.

#5. Don't knauser with the Trinkgeld!
Das Service- und Bar-Personal ist auf Trinkgeld angewiesen, das Soll bewegt sich hier bei 10 Prozent, Minimum! Nachdem wir Wiener eh schon nicht für unsere Großzügigkeit bekannt sind, würden es sich sicher viele in der Gastronomie tätigen Personen wünschen, dass zumindest Touristen eine Vorbild-Funktion einnehmen.

#6. Don't order a "Wurst"! It's called a "Eitrige"!
Wien ist anders. Auch in punkto Namensgebung. Während man in Deutschland etwa "Tüte" oder "Brötchen" sagt, nutzt der sonst viel schimpfende Wiener verniedlichende Ausdrucksformen wie etwa "Semmerl" oder "Sackerl". Einzig in Sachen Wurst ist es mit den charmanten Kosenamen vorbei. So ist eine Käsekrainer mit Brot in der Bundeshauptsadt nämlich die weniger schöne "Eitrige mit an Buggl".

#7. "Danke" is shorter than "Thank you"
Ein charmantes "Danke", mit welchem Akzent auch immer, kommt bei den meisten Wienern besser an als ein lieblos genuscheltes "Thank you". Und statt einem "Goodbye" reicht ein einfaches "Baba". Solange euch niemand mit "Zupf di!" antwortet - alles gut. Danke!

#8. Always look "ang'fressen"
Es gibt immer einen Grund so richtig ang'fressen zu sein. Die U-Bahn steht, die Bahn kommt zu spät, das Bier ist warm, das Schnitzel kalt, der Chef ein Trottel, die Arbeit fad, der Club geschlossen,... Echte Wiener granteln. Immer. Mit Leidenschaft. Möchtest du als Tourist nicht auffallen: Am besten mit nach unten gezogenen Mundwinkeln, leise fluchend, die Mariahilfer Straße auf und ab spazieren.

#9. Don't order a "coffee"!
Die Wiener lieben ihre Kaffeehäuser und das braune Heißgetränk. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Kaffeehäuser an einem Fleck wie in Wien und wohl auch nirgends so viele Variationen der dunklen Köstlichkeit. Daher: Bestellt nie nur einen Kaffee, sondern wählt weise zwischen "Melange", "Verlängerter" oder etwa dem "Kleinen Braunen".

#10. Use your Navi!
Anscheinend wird von jedem Wiener erwartet, einen GPS-Sender implantiert zu haben. Jedenfalls kommt es einfach zu oft vor, dass man nach Destinationen gefragt wird, deren Wegbeschreibung selbst einen geschulten Taxifahrer überfordern würde. Tipp: Navi nutzen!

Was nervt euch? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Julia Ichner
Julia Ichner
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