Fr, 19. Oktober 2018

Nicht auf Steam

16.06.2017 14:47

"Age of Empires" gibt es nur im Windows Store

20 Jahre nach der Erstveröffentlichung soll der Strategiespiel-Klassiker "Age of Empires" bald als "Definitive Edition" mit 4K-Auflösung und moderner Technik zurückkehren. Wie jetzt bekannt wurde, werden Steam-Nutzer dabei allerdings durch die Finger schauen. Microsoft nutzt den Klassiker nämlich, um den hauseigenen Windows Store zu pushen - und will ihn nicht auf Steam verkaufen.

Während die HD-Neuauflagen von "Age of Empires II" und "Age of Mythology" über den weltgrößten Spielemarktplatz Steam zu bekommen sind, soll die Neuauflage von "Age of Empires" ausschließlich über den Windows Store vertrieben werden, berichtet "Gamestar". Wer es spielen will, wird es also wohl oder übel auf diesem Wege erstehen müssen - oder abwarten, ob es nicht vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt doch noch via Steam erscheint.

Microsoft will Windows Store stärken
Aus Microsoft-Perspektive verständlich: Der Redmonder Software-Riese versucht seit einer ganzen Weile, seinen Windows Store mit Exklusivspielen attraktiver zu machen. Titel wie "Forza Horizon 3", "Halo Wars 2" oder "Quantum Break" wurden ebenfalls exklusiv auf diesem Weg vertrieben. Unter Spielern stößt diese Praxis allerdings auf wenig Zustimmung. Sie finden sich in der unangenehmen Situation wieder, ihre Games nicht aus einer Hand beziehen zu können, sondern sich in verschiedenen Stores umsehen zu müssen. Und da Steam nun einmal der älteste und größte Spiele-Store ist, wünschen sich viele, weiterhin hier ihre Games sammeln zu können - zumal er mit Features wie In-Home-Streaming Extras hat, die andere Stores nicht haben.

Auch andere Publisher boykottieren Steam
Manche sehen in Microsofts Vorgehen das Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung, immerhin stellt der Konzern die Gamer vor die Wahl, das neue "Age of Empires" über seinen Windows Store zu beziehen oder darauf zu verzichten. Damit ist Microsoft allerdings nicht allein: Electronic Arts (EA) enthält Steam-Nutzern ebenfalls seine Games vor und zwingt sie zur Nutzung des hauseigenen Dienstes Origin. Ubisoft hat mit Uplay ebenfalls einen Spiele-Shop, veröffentlicht seine Games aber immerhin sowohl auf diesem, als auch auf Steam. Blizzard boykottiert Steam ebenfalls und setzt stattdessen auf sein hauseigenes Battlenet.

 krone.at
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