02.05.2003 11:05 |

Kreatives Holz

Da ist ein Loch im Holz - aber kein Wurm

Seit 100 Jahren bauen Kinder die tollsten Autos, Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe und andere Erfindungen aus Holz. Mit Matador-Bausteinen haben also schon deine Eltern und Großeltern gespielt. Anlässlich des 100. Geburtstag gibt es im Stadtmuseum Traiskirchen eine Ausstellung über die Geschichte des Spiel-Systems.
Der Erfinder Johann Korbuly meldete das Baukasten-System1901 zum Patent an und taufte es auf den Namen Matador (Stierkämpfer).Im Jahr 1903 kamen die ersten Holzbaukästen in die Läden.Der Name "Matador" hat jedoch nichts mit Stierkampf zu tun, sondernsollte die Überlegenheit gegenüber herkömmlichenBausteinen betonen.
 
Die Idee: Löcher in Bausteine
Die Erfindung von Matador ist legendär: Weildas jüngere Kind des Erfinders dauernd die Bauwerke seinesälteren Geschwisterchens zum Einsturz brachte. Da kam derIngenieur auf die Idee, Löcher in die Bauklötze zu bohrenund Stäbchen als Verbindung zu benutzen. Die Steine wurdenaus dem besonders harten Holz der Rotbuche gefertigt.
 
Matador motorisiert
Später kamen noch Motoren dazu, sodass sogarelektrisch betriebene Matador-Konstruktionen wie Riesenräderoder Seilbahnen möglich wurden. Matador überlebte denSiegeszug von Lego und Playmobil, schlitterte in den 90er Jahrenin die Krise und verschwand kurzzeitig aus den Regalen der Spielzeuggeschäfte.Seit 1997 sind die Matador-Baukästen wieder erhältlich.Und wie schon zu Großvaters Zeiten sind den Möglichkeitenkeine Grenzen gesetzt.
Dienstag, 22. Juni 2021
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