So, 21. Oktober 2018

Die gute Nachricht

08.06.2017 23:18

Kleine gefiederte Notfälle

Sie wiegen nur wenige Gramm, haben oft noch nicht einmal Federn und würden ohne Hilfe verenden: Vogel-Küken, die aus dem Nest gefallen sind. Um gut 20 solch kleiner Notfälle hat Carmen Haslinger sich in diesem Jahr schon gekümmert - aus Liebe zu den Tieren. Weitere werden wohl noch dazu kommen.

"Vor vier Jahren ist bei meiner Freundin ein Nesterl mit fünf Rotschwanzerl vom Baum gefallen. Das waren die ersten, die ich aufnahm", erinnert sich Carmen Haslinger. Sie fand Hilfe auf der Facebook-Seite "Wildvogelhilfe - Notfälle", bekam wertvolle Tipps, las viel zum Thema. Es gelang ihr die "Babys" durchzubringen.

Über die Jahre hinweg sammelte sie Erfahrungen: "Ich habe heuer aufgerüstet, habe einen Inkubator, eine Auswilderungsvoliere. Ich habe alles daheim und bin bereit, sobald ein Notfall hereinkommt", so Carmen, die große Unterstützung durch die Tierklinik in Anif erfährt. 20 un- und gefiederte Tierchen, ob Amsel, Bach-stelzen, Spatzen, Tauben, Hühner oder Enten, fanden bei ihr in diesem Jahr schon ein vorübergehendes Heim.

Die Aufzucht der Küken ist aufwändig: "Am Anfang muss man sie alle halbe Stunde bis Stunde füttern. Dazu kommt das Saubermachen etc.", sagt Carmen, die im Moment wenig Schlaf bekommt.

Findet jemand einen Baby-Vogel, der definitiv von den Eltern verlassen wurde, ist das oberste Gebot ihn zu wärmen, denn die kleinen sind schnell unterkühlt. Man sollte dem Küken auf keinen Fall selbst Wasser oder Futter einflößen, sondern sich rasch an erfahrene Pflegestellen wenden.

Iris Wind, Kronen Zeitung

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