Achtung, Strafe!

Zigarette am Boden: Wienerin zahlt 50 € Bußgeld!

Raucher, aufgepasst! Nicht nur Zigaretten sind teurer geworden - auch der Preis für das Wegwerfen auf der Straße ist seit diesem Jahr massiv gestiegen. Statt bislang 36 Euro können euch nun zwischen 50 bis 90 Euro abgeknöpft werden! Wer die "Waste Watcher" bisher für eine Legende gehalten hat, der irrt sich gewaltig, denn es gibt sie wirklich! Diese Erfahrung machte eine Wienerin, die nach dem Wegschmeißen ihrer "Tschick" zum Handkuss kam. City4U berichtet:

"Heute ging ich die Thaliastraße entlang und rauchte meine morgendliche Zigarette. Ohne böse Gedanken warf ich den Stummel auf die Straße und wollte gerade mit dem Fuß ausdämpfen, als mich zwei 'Waste Watcher' ansprachen. Im ersten Moment bin ich sehr erschrocken, immerhin habe ich davor noch nie solche 'Aufpasser' gesehen, aber natürlich muss so etwas mir passieren!", erzählt Nela (20).

"Sie wollten zuerst meinen Ausweis sehen und dann die Strafe kassieren - Geld hatte ich allerdings nicht dabei, da ich nur schnell ins Fitnesscenter wollte! Einer der beiden telefonierte dann herum und der andere gab mir den Zahlschein. Erkannt hätte man die zwei aber nicht gleich als 'Waste-Watcher', weil sie hinter mir gestanden sind und ausgewiesen haben sie sich auch nicht!"

"Am meisten ärgert mich, dass ich normalerweise einen Mistkübel mit Ausdämpfer benutze, wenn es möglich ist. Aber es ist eben auch nicht überall einer - der nächstgelegene Kübel wäre erst über der befahrenen Straße gewesen und ich musste schnell zur Straßenbahn. Ich bin wirklich sauer, dass mich das nun 50€ kostet!"

# Reinhaltegesetz für maximale Sauberkeit

"Maximale Sauberkeit" ist das Ziel des Reinhaltegesetzes in Wien und gestraft wird per Organmandat. "Die Waste-Watcher können für ein Organmandat statt bisher 36 Euro nun 50 Euro verlangen, bei erschwerenden Tatbeständen kann es auch Anzeigen mit Strafen von bis zu 2.000 Euro geben. Auch Verunreinigungen der Gewässer sowie Verschmutzungen von "Stadtmobiliar" sind nun vom Gesetz erfasst und werden gestraft. Die eingenommenen Strafgelder sind zweckgewidmet und werden für Sauberkeitsmaßnahmen verwendet", heißt es auf wien.gv.at.

# Waste-Watcher: Nur 50 hauptberuflich in Wien

Nur 50 hauptberufliche Waste-Watcher sind in Wien unterwegs. Aber auch Mitarbeiter der MA48 oder beispielsweise Ordnungsberater von Wiener Wohnen können gegen "Schmutzfinken" einschreiten.

# 100 Millionen Tschickstummel pro Jahr

Auf der Seite der 'Waste-Watcher' wird von 100 Millionen Zigarettenstummeln pro Jahr gesprochen, die jährlich dank der Sauberkeitsmaßnahmen nicht mehr auf dem Boden landen. Dazu tragen über 19.000 Mistkübel mit Aschenrohren und ungefähr 1.200 freistehende Aschenrohre an öffentlichen Orten.

Seit 2008 kamen die WasteWatcher auf beachtliche 55.000 Amtshandlungen.

Was haltet ihr vom Reinhaltegesetz? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Vanessa Licht
Vanessa Licht
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