21.11.2006 14:30 |

Neo-Österreicher

Einbürgerungen weiter stark rückläufig

Das neue Staatsbürgerschaftsgesetz zeigt die wohl erwünschte Wirkung. Die Zahl der Einbürgerungen ist nach dem im März 2005 in Kraft getretenen neuen Staatsbürgerschaftsgesetz weiter stark rückläufig. Von Jänner bis September 2006 wurden laut Statistik Austria um 17 Prozent weniger Staatsbürgerschaften verliehen als im Vorjahr.

Im dritten Quartal dieses Jahres wurden um 30,3 Prozent weniger Ausländer eingebürgert als im gleichen Quartal des Vorjahres. Besonders stark war der Rückgang besonders in der Steiermark (64,7 Prozent), in Wien (49,0), in Oberösterreich (39,6) und in Salzburg (33,2). Deutlich steigende Einbürgerungszahlen verzeichneten hingegen das Burgenland (plus 220,8 Prozent), Vorarlberg (plus 69,5) sowie Tirol (plus 68,3).

Insgesamt bekamen von Jänner bis September 22.047 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft. Der häufigste Grund dafür war ein mindestens zehnjähriger Wohnsitz in Österreich. Aus diesem Anlass bekamen 6.327 Personen die Staatsbürgerschaft verliehen. Nach mindestens vier- bzw. sechsjährigem Wohnsitz aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen erhielten 1.072 Personen die Staatsbürgerschaft. Auf Grund eines Rechtsanspruches wurden 5.253 Personen eingebürgert, davon 2.647 Fälle auf Grund der Ehe mit einem Österreicher oder mit einer Österreicherin. Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 9.355 Ehegatten und Kinder österreichische Staatsbürger (minus 23,2 Prozent).

Unter den insgesamt 120 Herkunftsländern war laut Statistik Austria in den ersten drei Quartalen des Jahres 2006 die Türkei mit 6.317 Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter. Aus Serbien und Montenegro kamen 3.992, aus Bosnien und Herzegowina 3.929 und aus Kroatien 2.018 Neo-Österreicher.

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