20.11.2006 15:49 |

Ungerecht

Frauen verdienen 24 Prozent weniger

Frauen verdienen in Österreich bei gleicher Qualifikation durchschnittlich 24 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Dies geht aus einem Test der Stellenbörse jobpilot und der Fachhochschule Nordwestschweiz in den vergangenen zwölf Monaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz hervor. Die größten Einkommensunterschiede wurden auf den oberen Sprossen der Karriereleiter registriert.

Je höher die Position, desto weiter öffnet sich die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern in Österreich: In Einstiegspositionen liegt die Vergütung von Frauen durchschnittlich 20 Prozent unter dem Niveau ihrer männlichen Kollegen, bei Angestellten ohne Leitungsfunktion sind es 23 Prozent, auf Vorstandsebene beträgt der Unterschied über 27,5 Prozent, heißt es in einer jobpilot-Aussendung am Montag.

Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst in Österreich beträgt laut jobpilot-Gehaltstest 33.000 Euro pro Jahr. Die höchsten Gehälter zahlt dabei die Berater-Branche: Angestellte ohne Leitungsfunktion beziehen hier im Durchschnitt 36.000 Euro Jahresgehalt, gefolgt von IT/Telekommunikationsberufen mit 33.600 Euro. Die relativ niedrigsten Gehälter für Angestellte ohne Leitungsfunktion werden hingegen in medizinischen und Pflege-Berufen mit durchschnittlich 23.000 Euro pro Jahr gezahlt.

Insgesamt nahmen über 224.000 Arbeitnehmer an der Befragung teil, davon mehr als 49.000 aus Österreich. Sehr hohe Abstände bestehen nach wie vor zwischen den Gehältern in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Mit durchschnittlich 29.400 Euro im Jahr verdient ein österreichischer Angestellter ohne Leitungsfunktion im Branchendurchschnitt 12.400 Euro weniger als in der Schweiz und 9.600 Euro weniger als in Deutschland.

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