Do, 20. September 2018

Voitsberg

01.06.2017 17:14

Am Kraftwerksareal kann es endlich losgehen

Im Hintergrund grollte das nahende Unwetter, am ehemaligen Kraftwerks-Gelände in Voitsberg hörte man beinahe die Steine von den Herzen fallen: Endlich können die Bauarbeiten losgehen! Der entscheidende Teil des Hochwasserschutzes ist seit Mittwoch fertig, das Areal an neue Eigentümer übergeben.

Manchmal schließt sich im Leben der Kreis: "Mein Vater war hier einst für den Bau des Kraftwerks verantwortlich", erzählt Martin Strutz, der nun selbst für die Firma Mid Bau zwei Projekte am - inzwischen freigeräumten - Areal entwickelt. Die Gesamtinvestitionssumme: 24 Millionen Euro.

Vorgesehen ist ein Fachmarktzentrum mit Handelsbetrieben, Erlebnisgastronomie, Dienstleistern. Strutz: "Wir wollen im Sommer die Verträge fixieren und im September 2018 eröffnen." Gleichzeitig übrigens mit dem Lagerhaus Graz-Land, das am Gelände seine neue Zentrale errichtet.

Mid Bau plant zudem einen Gewerbepark für Klein- und Mittelbetriebe. Ebenfalls fix ansiedeln wird sich das lokale Autohaus Scheer. In Summe ist von etwa 300 Arbeitsplätzen die Rede. Am Ende werden es noch mehr werden, da zahlreiche Grundstücke noch zu haben sind.

Abrisspanne ist längst abgehakt
Am Donnerstag erfolgte die symbolische Übergabe des Areals von der Baufirma Porr an eine Entwicklungsgesellschaft, an der die Stadt Voitsberg beteiligt ist. Porr-Chef Karl-Heinz Strauss konnte dabei über das Missgeschick beim Kraftwerks-Abriss (die große Sprengung gelang ja erst im zweiten Anlauf) lachen: "Man sieht, wenn die Porr baut, dann tut man sich beim Abbruch schwer…"

Groß ist die Freude bei Voitsbergs Bürgermeister Ernst Meixner: "Die Zukunft hat begonnen. Die Aufbruchsstimmung ist deutlich spürbar, das alte Kraftwerksgelände wird ein echter Jobmotor für die Region werden." Und auch Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer spendete Applaus: "Die Entwicklung geht vom Schornstein zum Gründerturm. Ich hoffe, dass sich hier viele junge Firmen ansiedeln werden."

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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