Mi, 19. September 2018

Zu antiamerikanisch

30.05.2017 15:17

"Far Cry 5": Online-Petition will Game stoppen

"Genug ist genug, Ubisoft." Mit diesen Worten beginnt eine Online-Petition, die sich an den französischen Spielepublisher richtet. Stein des Anstoßes: der kommende Open-World-Shooter "Far Cry 5". Denn der ist den Initiatoren zu antiamerikanisch.

"Far Cry 5" entführt Gamer in die US-amerikanische Einöde Montanas, wo man es als Sheriff mit "freiheitsliebenden Menschen und einem fanatischen Weltuntergangskult" zu tun bekommt. Ähnlichkeiten zu rechtsextremen, militanten Gruppierungen in den USA dürften nicht rein zufällig sein, weshalb die Initiatoren der "Cancel Far Cry 5"-Petition fordern: "Ändert es oder stampft es ein!" ("Change this, or cancel it").

Man könne verstehen, dass Antiamerikanismus in Frankreich, der Heimat Ubisofts, gut ankomme, nicht jedoch in den USA, wo die meisten Fans der Spieleserie zu Hause seien, schreiben die Initiatoren. Sie fordern daher unter anderem, den - christlichen - Bösewicht gegen einen Islamisten oder städtische Gangs auszutauschen, da dies "realistischer sei". Zumindest könne man "ein paar Schwarze oder Mexikaner" ins Spiel packen, damit nicht ausschließlich Weiße als Bösewichte dargestellt würden.

Auch an der Geschichte des Spiels stören sich die Initiatoren der Online-Petition. Ihr Gegenvorschlag: Aus den radikalen Christen sollten "fehlgeleitete Patrioten" werden, deren Gewalt lediglich eine Gegenreaktion auf die Unterdrückungen der Regierung und deren Steuerpolitik sei - "um zu zeigen, dass beide Seiten falsch liegen".

Und zu guter Letzt sollte Ubisoft das Setting für unterschiedliche Märkte anpassen. Konkret wünscht man sich für die US-Version, dass diese in Kanada spielt. Auf diese Weise würde man potentielle Gamer in den USA nicht vergraulen. Allzu ernst scheinen diese die Petition allerdings nicht zu nehmen: Bislang wurde diese - Stand Dienstagnachmittag - erst von rund 350 Personen unterzeichnet.

 krone.at
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