Wuff!

Das sind die tierischen Mitarbeiter der Stadt

Egal, ob Ziegen die Rasen mähen oder Zierfische welche die Wasserqualität überprüfen: Tierische Mitarbeiter in der Stadt sind keine Seltenheit. City4U hat die wohl wichtigsten Arbeitstiere im Überblick...

#1. Goldfische
Die Goldfische sind genau genommen "Goldorfen". Sie dienen als Indikator für Früherkennung von Beeinträchtigungen der Wasserqualität der Donau. Dieser biologische Indikator zum Monitoring der Oberflächenwasserqualität hat lange Tradition. "Diese kleine Zier-Fischart befindet sich in einem speziellen Aquarium, in dem die Messungen durchgeführt werden. Die Tiere reagieren in ihrem Bewegungsverhalten, welches automatisch registriert wird. Sollte eine Änderung des Verhaltens dedektiert werden, würde das Wasserwerk in Nußdorf sofort abgeschaltet werden. Das Wasserwerk in Nußdorf dient "nur" zur Notversorgung und ist daher ganz selten im Einsatz. Eine Beeinträchtigung des Donauwassers wurde auf diese Art noch nie festgestellt.", so Astrid Rompolt von der M 31 - Wiener Wasser. Zudem stellt sie klar: "Nach einer Einsatzzeit von rund einer Woche werden die Fische in ein größeres Becken zur Erholung gesetzt."

#2. Ziegen
Tierische Rasenmäher! Seit Juni 2007 unterstützen 27 Ziegen die Pflege der Wiesenflächen auf den Alten Schanzen und am Bisamberg. Die Tiere werden abwechselnd auf verschiedene Beweidungsabschnitte der Trockenrasen geführt. „Für die Beweidung werden nährstoffreiche, stark verbuschte Bereiche ausgewählt. Ein Unterstand und eine Tränke stehen den Tieren selbstverständlich zur Verfügung. Den Winter verbringen die Ziegen in dem für sie errichteten Winterquartier am Magdalenenhof.“, so Dipl.-Ing Vesna Pavlovic von der MA 49.

#3. Pferde
1926 wurde der städtische Pferdefuhrwerksbetrieb aufgelassen und stattdessen auf Motorisierung bei der Straßenreinigung, im Winterdienst und bei der Müllabfuhr gesetzt. Aufgrund der massiven kriegsbedingten Zerstörungen der Fahrzeuge, kam es nach dem 2. Weltkrieg bis zum Jahr 1955 wieder zu einem kleinen Revival des Einsatzes von Pferden bei der MA 48. „Heute setzen wir nicht mehr auf ein PS , sondern auf 400 PS.“, so DI Ulrike Volk von der MA 48. Pferde sind aber nach wie vor im Einsatz für Wien - und zwar für Touristen, die im Fiaker die Stadt erkunden.

#4. Hunde
Die Polizeihunde in Wien versehen regelmäßig Streifendienst und werden bei Fußballspielen, Demos und Such-, Hilfs- und Rettungsaktionen eingesetzt. Die Polizeidiensthundeeinheit Wien besteht aus belgischen und deutschen Schäferhunden, Rottweilern und Riesenschnauzern. Im Jahr 2017 führten Polizeidiensthundeführer rund 118.000 Stunden Streifendienst sowie 1031 Suchtmittel-, 817 Stöber-, 755 Ordnungsdienst- und 528 Sprengstoffeinsätze durch.

#5. Schafe
50 Schafe grasen seit Mai als umweltschonende Rasenmäher im Norden auf der Donauinsel. Noch bis Oktober erfüllen sie dort ihren schmackhaften Dienst. Unter Aufsicht eines Schäfers ersetzen sie die maschinelle Wiesenmahd. Die Schafe sind durch einen mobilen, hüfthohen elektrischen Weidezaun geschützt, den man beliebig verlegen kann. Ist ein Teilstück abgegrast, wird die Herde auf eine andere Fläche umgesiedelt. Bei den Schafen handelt es sich um das Krainer Steinschaf - eine alte, seltene Nutztierrasse. Diese natürliche Mahd hat zahlreiche Vorteile: Schafe lassen beim Grasen immer auch Pflanzen übrig. Dadurch entstehen Wiesen mit längeren oder kürzeren Pflanzen. Kleinere Tiere, die sonst in schweren Mähmaschinen verschwinden, werden geschützt.

Mal ganz abgesehen von den zahlreichen Tieren, etwa im Lainzer Tiergarten, die ja quasi einen Bildungsauftrag erfüllen...

August 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner
Viktoria Graf
Viktoria Graf

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