18.11.2006 15:06 |

Pilotenfehler

Luft-Crash über NÖ war ein Pilotenfehler

Neue Erkenntnisse nach dem tödlichen Luftunfall am Dienstagnachmittag bei Wiener Neustadt sind nun von der niederösterreichischen Sicherheitsdirektion bekannt gegeben worden. Es wurden keine Hinweise auf einen technischen Defekt bei den beiden Luftfahrzeugen festgestellt. Auch war keiner der beiden Piloten krank, hatte keinen Herzinfarkt oder ähnliches.

Von der Staatsanwaltschaft wurden die Ermittlungen bereits eingestellt. „Die Schuld dürfte bei den Piloten gelegen haben, wahrscheinlich ist einem, womöglich auch beiden, ein Fehler unterlaufen“, sagte Oberst Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich.

Wracks bleiben für Untersuchungen in Gewahrsam
Es gebe nun keine Möglichkeit mehr, „jemanden anzuklagen“. Der Kollisionsort befindet sich im freien Luftraum. Hierbei haben Piloten „auf Sicht“ zu fliegen. Dies bedeutet, dass zwei sich entgegenkommende Luftfahrzeuge jeweils nach rechts auszuweichen haben, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Die Wracks der Maschinen bleiben in der Bundesanstalt für Verkehr. „Nach so einem tragischen Ereignis wird die Technik natürlich weiter untersucht. Womöglich können hilfreiche Erkenntnisse für die Zukunft eruiert werden“, sagte Polzer.

Crash mit über 200 km/h
Der Hubschrauber war mit einer Geschwindigkeit von etwa 126 Knoten (ca. 233 km/h), das Flächenflugzeug mit einer Geschwindigkeit von etwa 110 Knoten (etwa 203 km/h) unterwegs. Letzteres befand sich im Steigflug in Richtung Süden, der Helikopter im Landeanflug zum Flughafen Wr. Neustadt Ost, als sich der Crash ereignete. Der Zusammenstoß passierte zwei Kilometer südlich eines Meldepunktes über dem Ortsgebiet von Katzelsdorf in 300 Metern Höhe.

Sonntag, 13. Juni 2021
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