16.11.2006 14:51 |

Schlepper-Mafia

Über 1.000 Kinder Opfer von Menschenhändlern

Am Leid der Flüchtlinge verdient die Schlepper-Mafia Milliarden. Auch viele Kinder sind Opfer von skrupellosen Menschenhändlern. Bei uns wurden heuer schon 1.018 Buben und Mädchen aufgegriffen! Gegen das Drama an unseren Grenzen kämpft das Innenministerium seit Jahresbeginn dank des neuen Fremdenrechtes erfolgreich.

Sie kommen per Zug, in Kleinbusse gepfercht, paddeln in löchrigen Schlauchbooten oder schleichen zu Fuß über die grüne Grenze. Ob Erwachsene oder Kinder ist der Schlepper-Mafia egal. Bis Ende Oktober wurden 529 Buben und 489 Mädchen - vom Säugling bis zu 14-Jährigen - an unseren Grenzen aufgegriffen. Im gesamten vergangenen Jahr waren es sogar noch fast 2.500 Kinder.

Neues Fremdenrechtspaket beginnt zu greifen
Doch mit der Einführung des Fremdenrechtspaketes gehen die Flüchtlingsströme stark zurück. So gab es in den zehn Monaten bisher 17.700 Asylanträge – um knapp die Hälfte weniger als noch 2005. Im Gegenzug sind die Zurückweisungen direkt an der Grenze und die Abschiebungen signifikant angestiegen. Doch auch gegen die Hintermänner des schmutzigen Milliardengeschäftes wird hart vorgegangen. 667 Schlepper wurden laut Bundeskriminalamt heuer geschnappt.

Innenministerin Liese Prokop spricht daher von einer positiven Bilanz und betont: "Asyl bekommen diejenigen, die unsere Hilfe und Unterstützung benötigen. Bei Kriminalität und Asylshopping gibt es aber null Toleranz. Österreich ist kein offenes Tor für die schmutzigen Geschäfte der Schlepper-Mafia."

Christoph Budin

Symbolfoto

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