Zum Verzweifeln!

Die 10 Phasen der Wohnungssuche in Wien

Das Leben kann gemein sein. Wenn man sich in der Früh einen Kaffee machen möchte und merkt: Die Milch ist aus. Wenn man am Ende des Monats einen Blick auf seinen Kontostand wirft. Wenn man mitten im Wald dringend aufs Klo muss. Vor allem aber, wenn man in Wien eine Wohnung sucht. Wie aus Euphorie rasch absolute Verzweiflung wird: City4U hat die 9 Phasen der Wohnungssuche in Wien im Überblick.

Phase 1: Absolute Euphorie
"Wien hat so viele schöne Wohnungen, Lofts, zweistöckig, mit Terrassen und Blick über die Stadt. Absolute Begeisterung! Waaaah!"

Phase 2: Ungetrübte Begeisterung
"Los geht die Suche! Ich möchte mindestens 60 Quadratmeter für mich alleine, wenn möglich mit Balkon oder Terrasse, super zentral, sie soll unbefristet sein und günstig. Eine Badewanne ist eigentlich auch ein Must-have!"

Phase 3: Anhaltende Motivation
"Ich surfe einfach mal ein wenig im Internet. Bei den zahlreichen Angeboten findet sich sicherlich etwas. Vielleicht sogar etwas auf privater Basis ohne Makler-Gebühren zu einem tollen Preis?"

Phase 4: Erste Zweifel
"Komisch. Private Immobilien gibt es kaum und ich habe nun schon mehr Makler angeschrieben als in meinem Leben Bewerbungen verschickt, bisher jedoch keine einzige Wohnungsbesichtigung."

Phase 5: Erneute Hoffnung
"Ah! Endlich! Ich habe einen Termin bekommen. Den für Spontane, heute um 15:15 Uhr. Kein Problem für flexible Personen wie mich. Einfach einen Spontan-Durchfall in der Arbeit vortäuschen und ab zur Besichtigung!"

Phase 6: Definitive Ernüchterung
"Vor dem Mietobjekt stehen mehr Leute in der Schlange als vorm Eisgreissler in der Rotenturmgasse. "Für Sportliche" heisst wohl ohne Lift, "Altbau" dass sie noch nie irgendeine Renovierung miterlebt hat und für "Antique-Liebhaber", dass die Spuren der Vorgänger noch immer riechbar sind."

Phase 7: Absolute Resignation
"Ich werde nie etwas finden. Ich werde wieder zu meinen Eltern ziehen müssen, zurück ins Kinderzimmer. Ergo werde ich nie in eine neue Beziehung geraten und für immer alleine sein."

Phase 8: Schönrederei
"Eigentlich ist eine Dusche auch okay. Und, gilt ein Klo am Gang vielleicht als vintage und ist damit schon cool? Außerdem: Wer braucht schon zwei Zimmer, wenn man keine WG gründen möchte? Ich erweitere mein Suchprofil auch um die Außenbezirke. Sind ja eigentlich auch ganz nett. Und wenn ich weniger fortgehe, kann ich auch ein wenig mehr für die Miete zusammenkratzen."

Phase 9: Schönrederei - Teil 2
"Die Löcher im Parkett könnte ich als Verstecke für Ersparnisse nutzen und der leichte Gelbstich an den Wänden ist vielleicht eine Motivation gleich zu Beginn neu auszumalen? Der beißende Geruch nach kaltem Rauch motiviert mich vielleicht eventuell endlich selbst den Zigaretten-Konsum einzustellen? Und - Eigentlich übernachte ich ja auch nur in der Wohnung und halte mich nicht den ganzen Tag über dort auf."

Phase 10: Die harte Realität
"35 Quadratmeter um 700 Euro. Und mit dem Rad braucht man nur 25 Minuten bis zur nächsten U-Bahn-Station, dafür hat man das Ortsschild fast neben der Haustüre und wird dadurch jeden Tag daran erinnert ein echter Wiener zu sein? Eigentlich eh leiwand! Nehm ich!"

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Julia Ichner
Julia Ichner
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