Mi, 23. Jänner 2019

823.000 € Schulden

16.05.2017 20:42

Jetzt ist auch die Postalm pleite!

Also doch! Nach der Achterbahnfahrt für das Skigebiet Gaißau-Hintersee hat es am Dienstag auch die Postalm erwischt. Die Gesellschaft hat einen Sanierungsantrag gestellt, 823.000 Millionen Euro Schulden haben sich angehäuft, Zukunft ungewiss.

Es sind rund 1,9 Millionen Euro Passiva, die 1,1 Millionen Euro Aktiva gegenüber stehen. Ungefähr 30 Gläubiger sind betroffen, Ende März hatte die Firma "Winterpark Postalm GmbH & Co KG" 22 Mitarbeiter. Überrascht hat der Antrag in den betroffenen Orten Strobl und Abtenau niemanden, die wirtschaftliche Situation  ist nicht erst seit gestern  verfahren. Als Grund werden massive Erlöseinbußen im schneearmen  Winter angeführt. Aber auch hohe Personal- und Instandhaltungskosten so wie  der Punkt, dass bisher keine Vertragsverlängerung mit der Agrargemeinschaft vereinbart werden konnte. "Das konnte auch gar nicht zustande kommen, denn Karl-Heinz Prentner hat vor zwei Monaten bei mir angerufen, dann habe ich nichts mehr gehört", sagt Obmann Georg Buchegger.

Und: "Wir haben  großes Interesse daran, dass der Winterbetrieb weiter geht, denn sonst würde wahrscheinlich die Straße nicht mehr geräumt werden und alles einschlafen." Dieses "große Interesse" teilt  Strobls Bürgermeister Josef Weikinger, der gegenüber der "Krone" betonte: "Die Postalm ist touristisch  und für unsere Wintersportvereine sehr wichtig." Ähnliches hört man  seit Jahren aus Abtenau. Es herrscht also Einigkeit, dass man auch in Zukunft  Skifahren soll. So weit, so gut. Vorbei mit den Übereinstimmungen ist es aber,  wenn es um die handelnden Personen geht. Während Unternehmer Karl-Heinz Prentner weiter machen möchte und fertige Investitionspläne  in der Schublade liegen hat, sagt Weikinger:

Ortschef wünscht sich einheimische Betreiber
"Uns wäre es am liebsten, wenn es ohne diese Gesellschaft weiter geht. Aus der Wirtschaft höre ich, dass einige Einheimische Interesse haben, die Anlagen zu übernehmen." So gesehen wäre es im Interesse der Strobler, wenn die Gläubiger der 20 Prozent-Quote nicht zustimmen, die Gesellschaft aufgelöst wird. Dabei gehört die Gemeinde selbst zu den zirka 30 Gläubigern. "Wir haben einen Kredit von 180.000 Euro gewährt", so Weikinger. Die Grundstücksbesitzer wollen laut Obmann erst einmal abwarten. "Wir sind als Gläubiger nicht massiv betroffen, außer dass die Zukunft schon wieder ungewiss ist", sagt Georg Buchegger.

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Leticia Bufoni
Neymars neue Flamme: Fesch und sportlich begabt!
Fußball International
Kicker war an Bord
Verschwundenes Flugzeug: „Planen mit Schlimmsten“
Fußball International
Hütte verschwunden
Ganze Welt bestaunt Eisenerzer Schneewunder
Steiermark
Bei 9:0-Kantersieg
Jakupovic netzte bei der Sturm-Premiere dreimal
Fußball National
Salzburg-Neuzugang
„Bertl“ spielt zentrale Rolle in Roses Plänen
Fußball National
„Sport-Leben vorbei“
Karriere beendet: Usain Bolt begräbt Fußball-Traum
Fußball International
„Papa, ich habe Angst“
Sala: Dramatische Nachricht aus Absturz-Flieger
Fußball International
Familie verzweifelt
Urne samt Hunde-Asche auf Postweg verschollen
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.