Mi, 17. Oktober 2018

Totaler Neustart

05.05.2017 14:45

Novak Djokovic trennt sich von seinem Trainerteam

Der serbische Tennis-Star Novak Djokovic hat sich von seiner Betreuer-Crew um Trainer Marian Vajda getrennt. Der Slowake hatte den aktuellen Weltranglisten-Zweiten seit 2006 betreut. Auch Physiotherapeut Miljan Amanovic und nach acht Jahren der 60-jährige Tiroler Fitnesscoach Gebhard Gritsch mussten gehen. Der 29-jährige Djokovic reagierte damit auf zuletzt erlittene sportliche Rückschläge.

In die laufende Saison war Djokovic zwar standesgemäß mit dem Turniersieg in Doha gestartet, seither setzte es aber Enttäuschungen - mit dem Zweitrunden-Out bei den Australian Open als negativem Höhepunkt. Dazu gesellten sich körperliche Probleme, dem "Djoker" machte eine Verletzung am rechten Ellenbogen zu schaffen. Im Dezember hatte Djokovic eine dreijährige Zusammenarbeit mit Boris Becker beendet. "Ich bin Marian, GG und Miljan ewig dankbar für die Freundschaft, Professionalität und das Engagement in der Verfolgung meiner Ziele", sagte der zwölffache Gewinner von Grand-Slam-Turnieren über die langjährige Zusammenarbeit. "Es war keine einfache Entscheidung. Aber wir haben alle gefühlt, dass es einer Änderung bedarf. Ich bin ein Jäger, und mein größtes Ziel ist es, wieder auf die Siegerspur zu kommen."

"Neues Kapitel in meinem Leben"
Er sei sich freilich bewusst, dass sein Team sich komplett dem Ziel untergeordnet habe, ihm bei der "Erfüllung seiner Träume" zu helfen. "Sie sind meine Familie, und dies wird sich nie ändern." Doch außer in Doha hat er seit den French Open 2016 nur Ende Juli in Toronto den Titel geholt, unmittelbar vor Olympia. In Rio de Janeiro schied er eine Woche danach in Runde eins gegen den Argentinier Juan Martin del Potro aus. Mehr als zwei Jahre in Folge bzw. insgesamt 223 Wochen war Djokovic an der Weltranglisten-Spitze gestanden. Vergangenen November wurde er vom Schotten Andy Murray überholt. Der nun vollzogene Schnitt auf seinem Trainer-Sektor kam zweieinhalb Wochen vor seinem 30. Geburtstag. Nun wolle er sich Zeit nehmen, ehe er seinen neuen Betreuer vorstellt. Er sei voller Zuversicht, stärker und konstanter zurückzukommen.

"Das ist ein neues Kapitel in meinem Leben", meinte Djokovic. "Es ist bei mir immer aufwärtsgegangen. Jetzt mache ich einmal die Erfahrung, wie es ist, wenn es abwärtsgeht." Nächste Woche tritt er beim Masters-1000-Turnier in Madrid an, Ende Mai geht es für ihn in die French Open. Sollte er da nicht ähnlich gut abschneiden wie im Vorjahr, droht er in der Weltrangliste weiter hinter Spitzenreiter Andy Murray zurückzufallen.

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