Mi, 18. Juli 2018

Zahlreiche Coups

03.05.2017 09:15

Nachbarn sahen eine Stunde lang bei Einbruch zu

Das verlängerte Wochenende in vollsten Zügen genießen? Das konnte nicht jeder Tiroler! Denn landauf, landab trieben in den vergangenen Tagen dreiste Einbrecher ihr Unwesen. Der kurioseste Coup ereignete sich in Telfs. Ohne es zu wissen, beobachteten Nachbarn über eine Stunde lang zwei Nachwuchs-Ganoven!

Dass man an einem verlängerten Wochenende (aus Langeweile?) auch auf dumme Ideen kommen kann, beweist der Einbruch Montag Nachmittag in Telfs. Zwei junge Mädels – laut Polizei sind sie erst um die 15 bis 17 Jahre alt – verschafften sich über eine Terrassentür gewaltsam Zutritt zu einem Einfamilienhaus. Die Nachwuchs-Ganoven ergaunerten Schmuck und Bargeld. Wie viel genau, ist unklar.

Fix ist jedoch, dass das Duo von Nachbarn beobachtet wurde. Und zwar über eine Stunde lang! Alarm geschlagen hatten diese aber nicht. „Da sie der Annahme waren, dass es sich bei den Frauen um Besucherinnen handelt. Es wurde kein Verdacht geschöpft“, heißt es von Seiten der Polizei. Die Mädels sind ca. 160 cm groß und schlank. Beide haben dunkle Haare, bekleidet waren sie mit dunklen Hosen sowie mit einer dunklen bzw. pinken Kapuzenjacke.

Coups im ganzen Land

Dies war nicht der einzige Einbruch am Wochenende:

  • In Kufstein brachen Unbekannte in ein Mehrzweckgebäude ein – sie durchstöberten zwei Vereins-Lagerräume & ein Musik-Probelokal.
  • Ebenfalls in Kufstein wurde in der Nacht auf Montag ein Kellerabteil aufgeknackt.
  • Über ein Kellerfenster gelangten Montag Unbekannte in ein Wohnhaus in Rum.
  • Ziel von Vandalen wurde ein Schrebergarten-Haus in Wörgl. Unbekannte zerstörten ein Gewächshaus und einen Bienenstock, zudem ergaunerten sie Werkzeug.
  • Die Polizei in St. Anton konnte am Samstag einen Mann fassen, der zuvor in ein Geschäft und in ein Auto eingebrochen haben soll.
  • Einen Tresor geknackt hat ein Unbekannter in einem Hotel in St. Anton. Der Täter flüchtete ohne Beute, nachdem er vom Hotelbesitzer gestört worden war.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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