Fr, 20. Juli 2018

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07.05.2017 17:59

Der ultimative Serien-Guide für Zuhause!

Das Wetter macht zurzeit, was es will. Einen Tag ist es eisig kalt, am nächsten so warm, dass man bei Goa-artigen Klängen im Beach Club abtanzen kann. Sollte das Wetter mal wieder nicht mitspielen, ihr zuhause bleiben und eine neue Serie mit Suchtpotential "binge-watchen" wollen, haben wir den ultimativen Serien-Guide für euch. Hier sind die binge-würdigsten Serien der letzten sechs Monate. Achtung: Keine leichte Kost.

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#1 Girlboss
"Nasty Gal" ist jetzt auch auf Netflix angekommen. Die Serie dokumentiert stilvoll und teilweise auch fiktiv den Aufstieg des Online-Shops "Nasty Gal" und dessen Gründerin Sophia Amoruso, die als ausführende Produzentin Einfluss auf die Gestaltung der Serie nehmen kann. Leider wird in der Serie bis auf den fürchterlich nervtötenden Charakter der Hauptdarstellerin kaum Parallelen zur Realität gezogen. In seiner Blütezeit mutierte der in Los Angeles basierte Online-Shop für Vintage-Kleidung zum Heiligen Gral vieler modeinteressierter Frauen. Hauptsächlich wegen seiner guten und preiswerten Laufsteg-Kopien, die selbst das Nasty-Gal-Team nicht auseinanderhalten konnten. Stichwort: Taylor Swift in dem weißen Balmain und nicht Nasty Gal Jumpsuit auf den Billboard Music Awards. Ups Peinlich! Amoruso war auch die Vorzeige-Frau der #girlboss-Bewegung, auf die sich die gleichnamige Serie auch bezieht.

Nach der Insolvenz des Mode-Imperiums 2016 entschied sich die 33-Jährige, ihren Traum aufzugeben und sich neuen Herausforderungen zu widmen. Nun hat sie mehrere Girlboss-Bücher und eine eigene Netflix-Serie herausgebracht und auf ihrem Online-Portal für Frauen girlboss.com schreibt sie über alles rund um das girlboss-Dasein.
Klingt so perfekt. Ob die vielen Klagen zu Urheberrechtsverletzung und gegen die Verletzung der Rechte schwangerer Mitarbeiterinnen es bis in die Serie schaffen, bleibt wohl abzuwarten.

#2 Tote Mädchen lügen nicht
Basierend auf dem gleichnamigen Buch behandelt die Serie den Selbstmord der Schülerin Hannah Baker und welche Faktoren sie zu einer solchen Tat veranlasst haben. Die 13 Gründe sind auf 13 Kassetten festgehalten, die sie ihren Mitschülern nach ihrem Tod zukommen lässt.

Die Serie hat eine Welle der Empörung losgetreten. Viele Länder und Gesundheitsorganisationen warnen vor Ansteckungsgefahr. Sie befürchten, dass emotionale und psychisch labile Jugendliche, die mit Suizidgedanken zu kämpfen haben, von der Serie inspiriert sein könnten, ihrem eigenen Leben ebenfalls ein Ende zu setzen. In Neuseeland dürfen Jugendliche die Serie auch nur noch im Beisein der Eltern anschauen.

Andererseits ist es wichtig, solche Probleme nicht totzuschweigen. Jugendliche sind täglich mit Mobbing, sexueller Gewalt und Gruppenzwang konfrontiert. In vielen Fällen resultieren daraus psychische Probleme wie Essstörungen, Ritzen sowie Selbstmordgedanken und im aller schlimmsten Fall sogar der Akt des Suizids selbst. Die Serie thematisiert all diese Tabus und zeigt zum einen Kindern, die damit zu kämpfen haben, dass sie nicht alleine sind, zum anderen führt sie Peinigern vor Augen, was ihr Verhalten für Konsequenzen hat.

#3 The handmaid’s tale
Eine der aufregendsten neuen Science-Fiction-Serien ist "The handmaid’s tale", die auf dem gleichnamigen Buch (Der Report der Magd) von Margeret Atwood beruht. Die Serie wird euch entweder traumatisieren, wütend oder furchtbar traurig machen. Aber wie ein gutes Workout, das eure Muskeln zum Glühen bringt, führt der Schmerz, den man beim Schauen der Serie spürt, schlussendlich zu etwas Großartigem.

Der Report der Magd erörtert in einer Art Dystopie gemischt mit Märchenelementen, was mit den Vereinigten Staaten von Amerika passiert, als eine rechtsextreme, religiöse Gruppe an die Macht gelangt. Die neue Nation heißt "Gilead" und besteht aus zwei Staaten, weil die restlichen 49 zerbombt wurden und nun radioaktiv sind.

Am Anfang der Serie wird nicht genau erklärt, wie Gilead sich geformt hat, doch im Verlauf der Handlung erfährt man Einzelheiten über einen Krieg, der "die Kolonien" in ein radioaktives Ödland verwandelt hat. Das Essen ist knapp und wird mit Essensmarken erworben und eine Unfruchtbarkeitsepidemie plagt die gesamte Welt.

Frauen, die fruchtbar sind, werden so wertvoll, dass die Regierung sie zu "Mägden" macht, deren einzige Aufgabe es ist, zum Wohle der Nation zu reproduzieren. Jede Familie erhält eine Magd, die mit dem Hausvater (Commander) schlafen muss, während die Hausmutter anwesend ist. Geschlechtsverkehr hat in dieser religiösen Ordnung nichts mehr mit Lust zu tun, sondern dient einzig und allein der Reproduktion. Das Ergebnis ist ein hässliches Szenario, in dem Männer absolute Herrscher werden, Frauen zum Eigentum und die sozial niedriger gestellten Menschen werden versklavt.

#4 Big Little Lies
Die Hauptdarstellerinnen Reese Witherspoon, Shailene Woodley und Nicole Kidman entwickeln sich im Verlauf der sieben Folgen zu einem Dreiergespann aus besorgten Müttern: Madaleine, Jane und Celeste könnten nicht unterschiedlicher sein. Das einzige, was diese drei Frauen verbindet, sind ihre Kinder und ihre völlig verschiedenen, zugleich aber ähnlichen Probleme.

In der ersten Folge wird einer der besten Krimifälle seit langem in einer Serie aufgerollt. Der Zuschauer bekommt in der ersten, gut strukturierten Stunde sofort einen Mord vor die Nase gesetzt, doch wer ermordet wurde und vor allem wieso, erfährt man nicht.

Die Serie dreht sich um besorgte Eltern, verwöhnte Kinder und einem Mord, der im idyllischen Monterey, einer kleinen Küstenstadt zwischen Hollywood und Silicon Valley, wo das Durchschnittseinkommen bei 150.000 Dollar liegt, passiert.

In den sieben Folgen kommen einige Schattenseiten der Küstenstadt und deren Bewohner ans Licht. So sind nicht alle Familien perfekt, wie sie scheinen.

Kennt ihr noch weitere Serien, die es Wert sind dafür einen Abend auf der Couch zu verbringen? Postet sie uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Márcia Neves
Márcia Neves

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