29.04.2017 15:46 |

Großeinsatz

Lawinenabgang am Mölltaler Gletscher

Der Neuschnee in den Bergen hat am Samstag viele auf die Pisten des Mölltaler Gletschers gelockt. Drei Skifahrer dürften aber die Gefahr im freien Skiraum unterschätzt haben. Einer der Männer wurde von einer Lawine mitgerissen. Seine Freunde konnten sich retten.

Die drei Studenten aus Wien waren unterhalb des Schareck-Gipfels in den freien Skiraum eingefahren. Sie wollten eine Pulverschnee-Abfahrt genießen. Dabei dürfte einer eine gewaltige Lawine losgetreten haben.

"Der Mann wurde 700 Meter weit an der Oberfläche mitgerissen. Er wurde teilweise verschüttet, konnte sich aber selbst befreien", schildert Horst Wohlgemuth, Leiter der alpinen Einsatzgruppe Spittal. Die beiden Begleiter konnten sich mit einer Schussfahrt vor den hinunter donnernden Schneemassen retten. Die drei Skifahrer konnten selbst ins Tal abfahren.

Die Ausmaße der Lawine waren gewaltig: Sie war auf einer Breite von 300 Meter etwa einen Kilometer zu Tal gedonnert. "Weil vor dem Abgang 20 bis 30 Skifahrer sich in diesem Bereich befunden hatten, konnten wir nicht ausschließen, dass noch weitere Skifahrer verschüttet wurden", so Wohlgemuth.

Etwa 100 Einsatzkräfte und 14 Hunde haben den Kegel so gut wie möglich abgesucht. Wohlgemuth: "Eine Lawine einer solchen Größe ist an einem Tag nicht abzusuchen. Weil eine LVS-Suche negativ war und es keine Vermisstenmeldungen gibt, gehen wir davon aus, dass es keine weiteren Verschütteten gibt."

Katrin Fister, Kärntner Krone

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