28.04.2017 10:26 |

Kein Kompromiss

Politwirbel bringt Fischerzelt-Erlass ins Wanken

Das Scheitern an einem Kompromiss rund um einen Wetterschutz für Fischer beschäftigt die Landespolitik. Wie berichtet, reagieren Petrijünger mit einem Boykott auf einen neuen Naturschutz-Erlass, der ihnen das Aufstellen handelsüblicher Unterstände verbietet. Neben der Wut der Fischer ist eine heftige Politdebatte um die Fischerzelte entbrannt. FP, SP und Team Kärnten üben Kritik.

"Mit dem neuen Erlass werden die Unschärfen beim Zeltverbot beseitigt. Wir werden gleich vorgehen wie auch in der Vergangenheit", versteht Bezirkshauptmann und Bergwacht-Chef Johannes Leitner den Wirbel um die Unterstände nicht. Die Petrijünger sehen das anders: Anstatt eines anvisierten Kompromisses sei das Fischen in der Nacht unter diesen Umständen unmöglich. Erste Fischer würden bereits abwandern.

Die Regelung ist auch in der Politik heftig umstritten. Im Erlass ist ja von Indizien die Rede, die darauf schließen lassen, ob jemand zeltet - wie verkehrsübliche Klappsessel, Toilettenartikel und Unterstandsgrößen. Deshalb spricht Fischereireferent Gerhard Köfer von "Bürokratie in Reinkultur": "Es darf doch nicht sein, dass wir unsere Fischer dazu zwingen, ihrem Hobby im Ausland nachzugehen, wo es keine Rolle spielt, ob man ein Fischerzelt verwendet oder nicht."Bei einem Gespräch mit dem Naturschutz am 15. Mai soll der druckfrische Erlass überarbeitet werden.

Die FP kritisiert ob der gescheiterten Lösung sowohl den Naturschutz als auch den Fischereireferenten. Gefordert wird Naturschutz mit Augenmaß sowie eine Gesetzesnovelle.

Unglücklich mit dem Erlass ist auch die SP. Klubchef Herwig Seiser will Adaptierungen, sollte der Konflikt andauern.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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