28.04.2017 07:50 |

Kampagnen-Start

Grünes Lächeln über die Krisen

Mit "Herz", "Hirn" und "Mut" läutet Astrid Rössler den Wahlkampf ein - auch wenn es sich bei den druckfrischen Plakaten lediglich um eine Art "Zwischenkampagne" handeln soll. Aber die Konkurrenz schläft nicht und während die Blauen ebenfalls mit einer Frau an der Spitze punkten, müssen die Grünen kräftig anziehen.

Auf Bundesebene ist die Partei laut jüngsten Umfragen gerade in den einstelligen Bereich abgerutscht - doch die Salzburger Grünen sind unterdessen trotzdem optimistisch, an das gute Ergebnis der Landtagswahlen 2013 nahtlos anknüpfen zu können. Die druckfrische dreiteilige Plakatkampagne mit Astrid Rössler sei angeblich "noch längst nicht" der offizielle Auftakt für die Landtagswahl 2018 - wohl aber eine Art Lebenszeichen, nachdem die Partei zuletzt viele ihrer Ressourcen in den Präsidentschafts-Wahlkampf gesteckt hatte. Daher wird es jetzt Zeit, sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen, die laut der Plakate "Herz", "Hirn" und "Mut" sind. Vier Wochen lang an 160 Standorten verteilt lächelt die Landesvize dem Betrachter aus ganz unterschiedlichen Situationen entgegen: Beim Radeln an der Glan, während eines Spaziergangs durch den Donnenberg-Park oder mit Rucksack auf Bergtour. Dahinter stecken die kreativen Köpfe der Agenturen Jung von Matt und Czerny/Plakom, die für die Grünen überall im Einsatz sind.

Der Landesgeschäftsführer Rudi Hemetsberger nutze die Präsentation für einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Regierungsjahre: der Ausbau der Kinderbetreuung oder neue Angebote in der Pflege sowie die Raumordnungsnovelle - um ein paar Ecksteine zu nennen. Apropos Mut: Rössler habe auch nie davor zurückgeschreckt "heiße Eisen" anzufassen, so Hemetsberger - sei es das umstrittene Tempo-80-Limit oder ihre Blockade-Haltung gegenüber Einkaufszentren. Der offizielle Wahlkampf soll frühestes um den Jahreswechsel erfolgen - so ist es mit dem schwarzen Regierungspartner abgesprochen. Daher will die Landesversammlung die Liste auch erst im Jänner 2018 beschließen.

FP bestätigt einstimmig Spitzenfrau Svazek
So viel ist klar: Rössler wird wieder Spitzenkandidatin. Doch wer wird ihr Führungsteam ergänzen? Darüber hüllt man sich in Schweigen, auch wenn erste Infos bereits durchsickern: Klubchef Cyriak Schwaighofer wird sich nach seiner knapp 20-jährigen Dauerpräsenz im Chiemseehof in den politischen Ruhestand verabschieden. Seine Funktion soll der junge Abgeordnete Simon Heilig-Hofbauer übernehmen. Mit einer Frau an der Spitze will - wie mehrmals berichtet - auch die Salzburger FPÖ punkten: Parteichefin Marlene Svazek (Slogan: "Verantwortung übernehmen - Frau mit Power statt Haslauer") wurde diese Woche vom Landesparteivorstand einstimmig zur Spitzenkandidatin gekürt. Für den Fall, dass es im Herbst zu vorgezogenen Nationalratswahlen kommt, geht sie für Salzburg auch hier ins Rennen. Die Listen für die Landtagswahl präsentieren die Blauen dann im Frühherbst.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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