Guerilla Gardening

Gratis-Garten vor der Haustüre, aber wie?

Immer öfter nehmen die Wiener die Schaufel selbst in die Hand und verwandeln die Großstadt in einen grüneren Ort. "Guerilla Gardening" nennt sich das Phänomen unter dem öffentliche Flächen zu Miniaturgärten werden. Inzwischen gibt es unzählige Nutzungsflächen. Hier sind einige im Überblick.

Die Idee von gemeinschaftlich genutzten Gärten und Beeten in städtischen Gegenden ist keine neue. Ihre Wurzeln hat diese urbane Gartenbewegung in den New Yorker Gemeinschaftsgärten der 90er Jahre. Seither hat sich nicht nur im Big Apple diesbezüglich viel getan, sondern auch in Wien. Das erste Gemeinschaftsbeet, eine innerstädtische Freifläche, die zur Selbstversorgung dient, entstand in Wien erst 2009. Inzwischen ist Guerilla und Urban Gardening zum Trend geworden, sodass Wien bereits 69 Nachbarschaftsgärten in insgesamt 22 Bezirken vorweisen kann. Auch Pachtparzellen, oder ein noch nicht verbautes Grundstück oder eine Baumscheibe vor der Haustür, dienen als Kleingarten.

Stadt Wien fördert
Eigentlich ist Guerilla Gardening eine heimliche und auch illegale Form des urbanen Aussähen von Pflanzen auf öffentlichen Nutzungsflächen als Form des Protests. Mittlerweile hat sich diese Protestform aber institutionalisiert. Die Stadt Wien fördert sogar unter dem Motto "gemeinsam garteln verbindet" Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten. Auch das Stadtgartenamt investiert in Form von diversen Workshops in Hobbygärtner. In den Blumengärten Hirschstetten wird ein Kurs mit dem Titel "Gärtnern ohne Gift - wer Bio sät, wird Gutes ernten" angeboten und im Schulgarten Kagran gibt es Kurse zum Obst- und Kräuteranbau und über Bienenzucht. Die MA48 liefert auch torffreien Kompost gegen einen Unkostenbeitrag für den Transport.

Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten
Die Gärten sind nicht nur eine Bereicherung der Grünflächen in den Bezirken, sondern fördern auch das Miteinander und die Nachbarschaft in den Grätzeln. Insgeamt gibt es in 22 Bezirken diverse Gärten, eine einsame Ausnahme bildet der erste Bezirk.

"Garteln ums Eck"
Wer garteln möchte, aber weder einen Balkon hat noch eine Pachteparzelle oder einen Nachbarschaftsgarten mieten möchte, kann dies ganz einfach direkt vor der Haustüre tun. Die Beete sind über ganz Wien verteilt. Überall da wo ein geeigneter Fleck freier Erde zur Verfügung steht. Auch Baumscheiben bieten sich hierfür an.

Also raus mit den Schaufeln und dem Saatgut und ran an die Begrünung der Stadt!

Habt ihr jetzt auch Lust einen Garten zu pflegen?Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Márcia Neves
Márcia Neves

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