26.04.2017 08:56 |

Wurde missbraucht

Breslin: "Befürchtete, dass niemand mir glaubt"

Abigail Breslin hatte Angst, dass niemand ihr glauben würde, dass sie missbraucht wurde. Darum hat die Schauspielerin erst vor Kurzem öffentlich bekannt gemacht, dass sie Opfer von sexueller Gewalt wurde.

Abigail Breslin, die vielen noch als "Little Miss Sunshine"-Mädchen in Erinnerung ist und bald im "Dirty Dancing"-Remake zu sehen sein wird, spricht jetzt erstmals öffentlich darüber, dass sie Opfer von Missbrauch wurde. Sie verrät, dass sie ihren Peiniger kannte und in einer Beziehung mit ihm war.

"Erst war ich komplett schockiert und habe es verdrängt. Ich wollte mich selbst auch nicht als Opfer sehen, also habe ich es unterdrückt und so getan, als wäre es niemals passiert", schreibt sie auf Instagram. "Zweitens hatte ich Angst, dass eine Anzeige zu nichts führen würde, er es herausfinden und mich noch mehr verletzten würde. Und drittens wusste ich, wie sehr es meine Familie und meine Freunde verletzen würde, und ich wollte nicht, dass sie das durchmachen müssen."

Die Schauspielerin berichtet laut "Bang Showbiz" außerdem, dass sie seit dem Angriff mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen habe. Zwar habe sie Fortschritte gemacht, aber trotzdem immer noch Albträume von dem Vorfall und auch immer noch Angst: "Ich erschrecke noch immer, wenn mich jemand unerwartet berührt, auch wenn es nur mein bester Freund ist, der mir auf die Schulter tippt."

Mit diesem Statement reagiert Abigail auf einen Kommentar unter einem ihrer Instagram-Bilder, in dem geschrieben wurde, dass "angezeigte Vergewaltigungen die einzigen sind, die zählen". Sie antwortete daraufhin: "Das trägt zu dem Glauben bei, dass Überlebende von nicht gemeldeten Missbräuchen nicht wichtig sind. Es ist nicht fair, nicht wahr und nicht hilfreich. Es ist, wie wenn man sagt, dass jemand, der ein blaues Auge hat, weil ihm ins Gesicht geschlagen wurde, eigentlich kein blaues Auge hat, weil er es nicht angezeigt hat. Nicht angezeigte Vergewaltigungen zählen. Angezeigte Vergewaltigungen zählen. Ende der Geschichte."

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl

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