25.04.2017 20:29 |

Nicht rechtskräftig

15 Monate für Bombendroher

Mit einer Bombendrohung ließ ein 41-jähriger Ex-Mitarbeiter des Stadttheaters Klagenfurt im Februar 2016 eine Prämierenvorstellung platzen, wir berichteten. Nach langem Verfahren wurde er nun zu 15 Monaten Haft, davon fünf unbedingt, verurteilt.

"Bombe. Stadttheater. 20 Minuten" - mit diesen Worten meldete sich am 4. Februar des Vorjahres ein Anrufer per Notrufnummer aus einer Telefonzelle im Klagenfurter Stadtteil St. Peter bei der Polizei. Daraufhin wurde die Premiere der Oper "Madame Butterfly" abgebrochen und das Theater evakuiert.

Unter Verdacht geriet ein 41-jähriger Ex-Mitarbeiter, der nach seiner fristlosen Kündigung schon die kaufmännische Direktorin des Stadttheaters mit obszönen Schmierereien auf Plakaten und Häuserwänden beschimpft hatte. Am Dienstag nahm er vor einem Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Barbara Baum Platz. Bis zum Schluss der Verhandlung pochte der Angeklagte auf seine Unschuld und versuchte, mit einer erst in der Vorwoche aufgetauchten Rechnung einer Videothek, die Vorwürfe zu entkräften. Nach zweistündiger Beratung waren sich Schöffen und Richterin einig: "Das Motiv war Rache. Alle Aussagen ergaben kein stimmiges Bild und waren Schutzbehauptungen. Den größten Entlastungsbeweis, eine Stimmprobe, haben sie verweigert", so Baum in der Urteilsverkündung. Das Urteil: 15 Monate Haft, fünf unbedingt. Der Verteidiger drohte ein "Nachspiel" an.

Christian Spitzer, Kärntner Krone

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